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Starnberger See:Zäsur im Freiraum

Münsinger Kulturtreff schließt - Wiedereröffnung im Frühjahr

Der "Freiraum" in Münsing, das seit sechs Jahren mit sehr großem Erfolg von Cäcilia Kohn betriebene Bistro und Café, schließt zum 31. Dezember seine Pforte. Die Betreiberin Cäcilia Kohn geht für mindestens ein Jahr im Rahmen eines Work and Travel-Visums nach Kanada, jenes Land, in das sie sich in ihrem Urlaub so sehr verliebt hat. Das teilt sie in einer Pressemeldung mit. Der Freiraum hat sich in der Zeit seines Bestehens nicht nur als Café und Bistro erfolgreich etabliert, sondern auch als Kulturtreff in Münsing. Zu den rund 70 Veranstaltungen, die in dieser Zeit dort im tatsächlichen Wortsinn über die Bühne gingen, fanden nicht nur Künstler mit großen Namen wie Doris Dörrie, Tilman Spengler, Anthony McCarten, Benedict Wells, Thomas Darchinger und viele mehr, sondern auch großartige Künstler, die - noch - nicht so bekannt sind ihren Weg nach Münsing. Und die insgesamt mehr als 3000 Zuhörer, die zu den meist ausverkauften Veranstaltungen kamen, haben die ganz besondere Atmosphäre in "Münsings großem Wohnzimmer" genossen. "In gewisser Weise geht also eine Ära zu Ende", heißt es in der Mitteilung.

Aber, und das ist die gute Nachricht: Der Freiraum wird nach einer Umbau- und Renovierungsphase unter anderem Namen und neuer Leitung im Frühjahr wieder öffnen, und die künftigen Betreiber, Alexandra Biehler und Ralph Behrens, werden die Tradition der kleinen, feinen Veranstaltungen fortsetzen und eventuell sogar ausweiten. Christian Kohn, der bisher die Organisation der Freiraum-Veranstaltungen übernommen hatte, wird für eine Zeit weiter bei der Organisation der Konzerte und Lesungen mithelfen, damit ein geschmeidiger Übergang in die Hände der neuen Betreiber gewährleistet ist.

Cäcilia Kohn dankt per Pressemeldung den Gästen des Freiraums für die vielen schönen Momente, für die Unterstützung und die Teilhabe. Kohn hofft, dass die Gäste diesem Ort treu bleiben und die neuen Betreiber mit offenen Armen empfangen werden.

© SZ vom 03.01.2020 / sz

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