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MVV:Angebot für Nachtschwärmer

Das Busangebot im Landkreis Starnberg wird weiter ausgebaut

Von Michael Berzl, Gilching

Auf mehreren Linien in Krailling, Gauting und Gilching sollen die Busse künftig öfter und zum Teil zusätzlich auch am Wochenende fahren. Entsprechende Änderungen der Fahrpläne hat nun auch der Mobilitätsausschuss des Starnberger Kreistags einstimmig gebilligt. Zuvor hatte die Verkehrsmanagerin des Landkreises, Susanne Münster, die für Dezember nächsten Jahres geplanten Neuerungen schon in den Gemeinderäten in Weßling und Gilching sowie Krailling und Gauting vorgestellt. Wenn auch der Kreisausschuss in seiner Sitzung am kommenden Mittwoch damit einverstanden ist, kann der Betrieb auf sechs Linien mit geänderten Vorgaben europaweit ausgeschrieben werden.

Betroffen sind die Regionalbuslinien 906 zwischen Planegg und Oberbrunn, die auch das Kraillinger Gewerbegebiet anbindet, 936 zwischen Gauting und Fürstenried West, 967 von Krailling zum Planegger Bahnhof, 947 zwischen Gilching und Argelsried, 949 von Gilching über Gauting nach Starnberg und 955 von Weßling nach Starnberg. Wie Münster berichtete, sei auf diesen Routen ein zum Teil deutlicher Anstieg der Fahrgastzahlen in den vergangenen Jahren festzustellen.

Eine der Änderungen wird vor allem die Besucher von Abendveranstaltungen in München freuen: Von der U-Bahn in Fürstenried gibt es künftig auch am Wochenende und bis spät in der Nacht einen Bus ins Würmtal; der letzte fährt mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2021 bis 0.55 Uhr. Die Linie 936 zählt mit etwa 1300 Fahrgästen pro Tag nach einer Erhebung von vor zwei Jahren zu den am stärksten frequentierten im ganzen Landkreis. Auf den Linien 906 und 949 ist eine Anbindung des erst geplanten Gautinger Gewerbegebiets westlich der Asklepios-Klinik vorgesehen. Es gibt aber nicht nur einen Ausbau des Angebots: Die Linie 949 soll künftig nicht mehr bis Starnberg fahren.

Das zusätzliche Angebot bringt auch Mehrkosten mit sich. Nach einer Berechnung des Landratsamts ist vom Jahr 2022 an mit Mehrausgaben von bis zu 1,45 Millionen Euro zu rechnen. Geld, das letztlich die Gemeinden aufbringen müssen. Das werde sich in der Kreisumlage für 2022 niederschlagen, heißt es.

© SZ vom 12.10.2020

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