Pandemie im Landkreis Starnberg:Corona-Ausbruch im Malteserstift

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Pandemie im Landkreis Starnberg: Üben, üben, üben - das gilt auch für angehende Ärztinnen und Ärzte, die gegen Ende ihrer Ausbildung vier Famulaturen absolvieren müssen.

Üben, üben, üben - das gilt auch für angehende Ärztinnen und Ärzte, die gegen Ende ihrer Ausbildung vier Famulaturen absolvieren müssen.

(Foto: Bodo Schackow/dpa)

Zwei Mitarbeiter und vier Senioren trotz Impfung mit Virus infiziert.Ob es sich dabei um die Delta-Variante handelt, ist derzeit noch unklar.

Von Peter Haacke

Die Mitarbeiter und Bewohner des Malteserstifts St. Josef im Starnberger Ortsteil Percha sind angespannt. Seit eine Pflegekraft zu Beginn der Woche vermutlich das Corona-Virus trotz vollständiger Impfung aus dem Urlaub mitbrachte, steht der gesamte zweite Stock mit 40 Senioren bis 19. August unter Quarantäne. Ein weiterer Mitarbeiter und vier Bewohner - ebenfalls allesamt geimpft - haben sich angesteckt, mit welcher Variante ist noch unklar. "Es herrscht Angst, ob man sich nicht auch infiziert", sagt Nicole Uhlig, Leiterin des Seniorenheims. Bislang sei man gut ohne Corona-Todesfälle durch die Pandemie gekommen, täglich werde getestet. Doch etwa ein Zehntel der insgesamt rund 130 Bewohner und knapp fünf Prozent der Pflegekräfte seien aus verschiedenen Gründen nicht geimpft; die Unsicherheit wächst.

Die Betroffenen zeigten nur leichte Symptome - Husten, Schnupfen, laufende Nase -, die nach zwei Tagen abklingen. "Es wird wahrscheinlich die Delta-Variante sein", vermutet Uhlig. Gewissheit bringt erst ein PCR-Test, der einige Zeit erfordert bis zum Ergebnis. Schlagartig aber sei allen klar geworden: Eine vollständige Impfung verhindere keine Infektion. Um eine vierte Welle zu verhindern, beschlossen die Gesundheitsminister Auffrischungsimpfungen in Pflegeeinrichtungen durch mobile Teams zunächst für Pflegebedürftige, Menschen mit Immunschwäche sowie Ältere ab 80 Jahren. Voraussetzung sei, dass die Zweitimpfung mindestens sechs Monate zurückliegt.

Ein Datenabgleich zwischen Landratsamt und Robert-Koch-Institut (RKI) führte am Montag zu einer Verringerung der absoluten Coronazahlen im Landkreis Starnberg: In der Statistik des Landratsamtes seien zehn Personen enthalten gewesen, deren Wohnsitz entweder außerhalb des Landkreises liegt oder die später als "kein Fall" gewertet wurden. Nach dem Abgleich sank die Anzahl positiv getesteter Fälle aus dem Landkreis zunächst auf 5222 seit Ausbruch der Pandemie, am Dienstag kamen fünf Fälle hinzu. 108 Menschen haben sich mit der Delta-Variante infiziert. Zum 31. August wird die Teststation in der Starnberger Schlossberghalle geschlossen, die Testzentren in Gilching und Gauting bleiben weiter geöffnet.

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