Krailling:Freyer-Zacherl legt Mandat nieder

Krailling: Dietlind Freyer-Zacherl möchte mit 84 Jahren im Gemeinderat aufhören.

Dietlind Freyer-Zacherl möchte mit 84 Jahren im Gemeinderat aufhören.

(Foto: FBK)

Die 84-Jährige will im Gemeinderat Platz für Jüngere machen.

Dietlind Freyer-Zacherl hat genug. Die 84-Jährige hat am Dienstag ihr Mandat im Kraillinger Gemeinderat niedergelegt - nach 16 Jahren im Amt. Sie wolle den Jungen eine Chance geben, so Freyer-Zacherl. "Ich bin jetzt überall die Älteste."

Die Entscheidung sei ihr nicht leicht gefallen, erzählt die Kraillingerin, die die Freie Bürgergemeinschaft Kraillings (FBK) im Gremium vertrat. Schließlich habe ihr die Arbeit meist Freude gemacht. "Zu tun gibt es immer und das Schöne ist: Nur wer auch etwas tut, sammelt Erfahrungen", sagt sie. Dabei waren es nicht ausschließlich ihre Ideen, die sie einbrachte. "Viele Anregungen erhielt ich durch Gespräche mit Bürgern", erzählt sie. "Es passiert nicht alles im eigenen Kopf." Ihre Hauptanliegen waren stets der Naturschutz sowie vermeintliche Kleinigkeiten, die das kommunale Leben und Miteinander verbessern: Fahrradständer hier, Begrünung oder Abfalleimer dort. Die FBK-Frau war sich dafür nicht zu schade. Ihr größter Wunsch ging bislang nicht in Erfüllung: Dass das Pionier-Übungsgelände unter Schutz gestellt wird.

Nun spüre sie, wie die Kräfte nachließen. Darum wird nun Kirstin Seibert oder Jürgen Batzer von der FBK-Liste nachrücken - das war zuletzt noch offen. Und die ehemalige Kunstlehrerin Freyer-Zacherl wird sich auf ihre verbleibenden Ehrenämter beschränken. Seit 30 Jahren ist sie bei "Essen auf Rädern" dabei und übernimmt Fahrdienste, seit 25 Jahren leitet sie die Würmtal-Gruppe des Landesbundes für Vogelschutz (LBV), regelmäßig liest sie in Bücherei und Altenheim vor. Vieles andere hat sie bereits abgegeben. Freyer-Zacherl war unter anderem lange Vorstand der Senioreninitiative und der FBK sowie Seniorenbeauftragte der Gemeinde.

"Ich glaube, ich habe genug gemacht", sagt sie. Dennoch stehe sie auch weiterhin bereit, sollte man sie brauchen. "Ich bin nicht aus der Welt", sagt sie nur.

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