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Kommunalwahl 2020:Die Mischung macht's

Auf der Liste der Gautinger Grünen treten bewährte und neue Leute an

Für die Gautinger Grünen war es unproblematisch, 30 Kandidaten für den kommenden Gemeinderat zusammen zu bekommen. Mehr als 40 Bewerber wollten für einen Platz auf der Liste kandidieren, so dass sich von Platz sieben an mehrere Personen bewarben und die Entscheidung einige Male erst in der Stichwahl fiel. Auf Platz eins der Liste kam einstimmig Bürgermeisterkandidat Hans Wilhelm Knape aus Hausen. Er betonte, wie wichtig es ist, sich in der Kommunalpolitik gemeinsam für die Zukunft einzusetzen. "Wir müssen einander zuhören und nicht meinen, dass unsere Vorstellungen die einzig wahren sind", sagte er. Ihm sei es zudem besonders wichtig, die Gautinger Bürger tatsächlich einzubeziehen, Entscheidungen zu erläutern und diese nicht hinter verschlossenen Türen zu treffen.

Als Zweite wurde Michaela Reißfelder-Zessin gewählt. Seit zwei Jahren ist sie bei den Grünen und hat als Projektleiterin bei verschiedenen Unternehmen die Punkte zur Gewerbeentwicklung im Wahlprogramm der Ortsgruppe mitgestaltet. Anne Franke, die langjährige Gemeinderätin und Landtagsabgeordnete, verzichtete auf den zweiten Platz und wurde einstimmig auf Platz Drei gewählt. Der Ortsvorsitzende Matthias Ilg kam auf Platz vier, Annette Derksen, Lehrerin in der Montessori-Schule Biberkor, kam auf Platz fünf, Gemeinderat Heinz Moser auf sechs. Die langjährigen Gemeinderäte Jens Rindermann und Beatrice Cosmovici sind auf Platz zehn und 15. Ebenfalls neu ist Claudia Nothaft aus Oberbrunn. Sie überzeugte bei ihrer Vorstellung mit dem Interesse an Verbesserungen der Busverbindungen im Ort. Derzeit komme man aus Oberbrunn leichter nach Starnberg als nach Gauting, sagte sie und kam an siebte Stelle.

"Es war uns besonders wichtig, eine Mischung aus Altbewährten und neuen, frischen Leuten zusammen zu stellen", sagte Grünen-Sprecher Jürgen Schade. Anne Franke habe ohne Diskussion den zweiten Platz freigegeben, keiner der übrigen Gemeinderatsmitglieder habe auf einen der vorderen Plätze bestanden. Schade selbst kam auf Platz 18, Filmpfarrer Eckart Bruchner kandidiert auf Platz 16. Wie bei den Grünen üblich ist die Hälfte der Kandidaten weiblich.

Die Grünen-Liste: Hans Wilhelm Knape, Michaela Reißfelder-Zessin, Anne Franke, Matthias Ilg, Annette Derksen, Heinz Moser, Claudia Nothaft, Michael Mayer, Anna Fichert, Jens Rindermann, Susanne Köhler, Ernst Reiß, Dorothee Robert-Reiß, Heiko Braun, Beatrice Cosmovici, Eckart Bruchner, Ann-Kathrin Rosa, Professor Jürgen Schade, Sylvia Rindermann, Rudolf von Mosch, Christine Tewes-Gradl, Norbert Laermann, Stephanie von Mosch, Hans Herde, Barbara Klug, Jasmin Bergmann, Wigbert Cramer, Heidi Köbele, Professor Michael Ewers