Energie:Dießen setzt auf Solarstrom

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Fast 700 Tonnen CO₂-Emissionen könnten jährlich mit der geplanten Fotovoltaikanlage auf zwei Wiesen im Süden von Dießen eingespart werden.

(Foto: Imago)

Zwei ganz unterschiedliche Photovoltaik-Anlagen sollen auf Freiflächen entstehen

Von Armin Greune, Dießen

Auch die Marktgemeinde will ihren Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz leisten. Derzeit sind in Dießen zwei Photovoltaik-Projekte geplant, die freilich kaum unterschiedlicher konzipiert sein könnten: Für ihre Brunnenpumpen in Bischofsried will die Kommune ein kleines Solarkraftwerk errichten, das ausschließlich für die Stromversorgung des Wasserwerks konzipiert ist. Auf 225 Quadratmetern landwirtschaftlicher Fläche werden Solarmodule aufgestellt, die jährlich 73 200 Kilowattstunden Strom liefern - was dem Jahresverbrauch von etwa 25 vierköpfigen Haushalten entspricht.

Ganz andere Dimensionen weist die Freiflächen-Anlage auf, die auf zwei Wiesen an der südlichen Gemeindegrenze entstehen soll: Hier stehen 1,37 Hektar Fläche für Photovoltaik zur Verfügung. Damit könnten zwei Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugt werden - genug, um knapp 700 Durchschnittsfamilien zu beliefern. Jüngst hat der Gemeinderat beschlossen, den Flächennutzungsplan für das Projekt zu ändern und einen Bebauungsplan aufzustellen. Dießen hat die insgesamt sechs Flurstücke westlich der Bahnlinie zwischen Schilcher- und Burggraben erworben, nachdem die Gemeinde dafür 2017 eine Vorkaufsrechtssatzung erlassen hatte.

Wer das darauf geplante Kraftwerk betreiben soll, steht ist allerdings noch offen: Der Gemeinderat beauftragte Bürgermeisterin Sandra Perzul damit, Gespräche mit den Ammerseewerken - an denen Dießen beteiligt ist - aufzunehmen. Zudem sollen über ein Ausschreibungsverfahren Pachtangebote eingeholt werden, als Bewerber kommen private oder kommunale Unternehmen, Genossenschaften oder Zusammenschlüsse von Bürgern in Frage. Der Investitionsbedarf wird auf 1,5 Millionen Euro geschätzt.

Für die Solarstrom-Anlage als Teil der energetischen Optimierung der Wasserversorgung rechnet die Gemeinde mit Baukosten von 60 000 Euro. Derzeit kann an den sogenannten Sieben Quellen immer nur eine der beiden Pumpen betrieben werden, von dort aus wird Trinkwasser über Hochbehälter in Pitzeshofen und St. Georgen für die gesamte Gemeinde mit Ausnahme von Riederau geliefert. Die Quellfassung war 2004 saniert worden. Der Gemeinderat beschloss, einen Bebauungsplan für die Freiflächen-Photovoltaik aufzustellen. Die Anlage soll auf einem 5,50 Meter breiten Streifen westlich des Wasserwerks entstehen. Bei einer Leistung von bis zu 45 Kilowatt ließen sich mit ihr jährlich 25 Tonnen CO₂ einsparen.

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