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Stadtrats-Antrag:Im Winter skaten in ungenutzten Hallen

Die Stadt München soll Skateboarden auch im Winter ermöglichen: In einem Antrag fordern SPD und Grüne, man solle den Sportlern während der kalten Jahreszeit eine Halle zur Verfügung stellen, in der sie ihre eigenen Rampen aufbauen können. "Aufgrund der fehlenden überdachten Angebote ist es in München immer eine große Herausforderung, im Winter zu skaten", heißt es in dem Antrag. Wegen der Coronapandemie seien viele Messehallen und ähnliche Gelände derzeit nicht wie gewohnt nutzbar - warum nicht das eine mit dem anderen verbinden? Den Skatern könnten ungenutzte Hallen als Zwischennutzung dienen, so der Vorschlag. Außerdem solle geprüft werden, ob alternativ zu einer Halle auch Flächen unter dem Zeltdach im Olympiapark hergerichtet werden können. Auch die Jutierhalle an der Dachauer Straße solle als Interimsquartier geprüft werden. "Wir haben überlegt, welche Orte da möglich wären", so die sportpolitische Sprecherin der SPD, Kathrin Abele. Dass leere Hallen im Kulturbereich genutzt werden, sei üblich - warum also nicht auch im Sportbereich? Zunächst müssten mögliche Standorte aber noch auf ihre Sicherheit hin überprüft werden. Kostenlos dürfte das nicht werden, vermutet Abele. Zusätzlich würden wohl Reinigungs- und Heizkosten anfallen. Erst im Juli wurde der Bau des Actionsportzentrums in Pasing bis auf Weiteres gestrichen. Mit den temporären Skatehallen könnte die Stadt nun eine Alternative bieten.

© SZ vom 24.09.2020 / jut

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