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Stadt im Wandel:So hat sich München unter Ude verändert

Fröttmaninger Arena, Petueltunnel, Isar: In den mehr als 20 Jahren von Christian Udes Amtszeit hat sich München sehr verändert. Der Wandel der Stadt in Bildern von damals und heute.

Schwanthalerhöhe: Der schönste Spielplatz Deutschlands und "ein furchtbares Trumm Tiefgarage" - gleich hinter der Bavaria lag einst das Messegelände, inzwischen ist dort ein komplett neues Quartier entstanden. Bavaria, Ruhmeshalle und Bavariapark gibt es natürlich noch, aber ansonsten hat sich das Stadtbild der Schwanthalerhöhe seit 1998 ziemlich verändert. Wo einst Messehallen das Bild prägten, sind nun Mietshäuser und Bürogebäude entstanden. Das Großprojekt hat auch das Viertel verändert.

Petueltunnel: Eine mehrspurige Straße trennte jahrzehntelang Milbertshofen vom nördlichen Schwabing. Dann wurde der Petueltunnel gebaut. Er ist etwas mehr als 1,4 Kilometer lang und hat 205 Millionen Euro gekostet. An der Oberfläche verbindet nun ein Park die beiden Stadtteile - langsam wissen auch die Bürger ihr neues Kleinod zu schätzen. Sie nutzen den Petuelpark zum Radfahren und Gassigehen. Kunstwerke säumen die Anlage. Am Fontänenplatz steht das von Pia Stadtbäumer gestaltete Reiterstandbild "Go!". Heute sind für viele im Rathaus der Petuelpark und der Petueltunnel das Vorzeigeprojekt, wenn es darum geht, für weitere Straßentunnel zu werben. OB Ude musste davon allerdings erst von einem Bürgerentscheid überzeugt werden - im Juni 1996 sprach sich eine hauchdünne Mehrheit für neue Röhren aus.

Fröttmaninger Arena: Der Sport in München war in den vergangenen 20 Jahren oft erstklassig - der Umgang der Stadt mit den Vereinen war es aus deren Sicht nicht immer. Manche rühmen den Olympia-Einsatz des Oberbürgermeisters, zumindest in der ersten Runde. Das verkrampfte Verhältnis des Schöngeists Ude zum Sport und seinen Protagonisten war aber bei jedem Empfang für den FC Bayern auf dem Rathaus-Balkon deutlich zu sehen. Bei den Planungen für die Fußball-Arena in Fröttmaning bildeten der OB, Uli Hoeneß und der damalige 1860-Präsident Karl-Heinz Wildmoser eine höchst explosive Zweckgemeinschaft. Inzwischen hat sich das Schlauchboot zu einem Wahrzeichen Münchens entwickelt.

Isar: Elf Jahre lang dauerte die Renaturierung der Isar auf einer Länge von acht Kilometern, 35 Millionen Euro kostete das von Stadt und Freistaat finanzierte Projekt. Der Aufwand hat sich gelohnt, nicht nur wegen des besseren Schutzes vor Überflutung bei Hochwasser. Die Münchner lieben ihren Fluss mehr als je zuvor, nur die Fische bleiben aus.

Innenstadt: Die Wunden, die der Zweite Weltkrieg geschlagen hatte, konnte man lange nicht heilen, über Jahrzehnte war hier eine städtebauliche Wüste. Die Entscheidung für den Bau des Jüdischen Zentrums, sagt Christian Ude, sei der inhaltlich bedeutsamste Vorgang seiner Amtszeit gewesen. Doch neben dem St.-Jakobs-Platz haben sich während seiner Zeit als Oberbürgermeister mit großflächigen Umbauten von Gebäuden und ganzen Straßenzügen auch die Sendlinger Straße und der Oberanger grundlegend verändert. Hier hat sich eine neue, angenehme Verbindungsstrecke über den Marienplatz und den Rindermarkt zum St.-Jakobs-Platz ergeben.

© SZ/afis/leja

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