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Handball:Rallye durch die Republik

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19 Standorte, eine Liga: Die Vereine der zweiten Handball-Bundesliga.

(Foto: Kraus)

Aufsteiger TuS Fürstenfeldbruck trifft in der 2. Liga auf große Namen.

Von Johannes Schnitzler, Fürstenfeldbruck

Es sind nicht 20 000 Meilen, sondern knapp 20 000 Kilometer; und die Reise führt auch nicht in einem U-Boot unter das Meer wie bei Jules Verne, sondern kreuz und quer durch die Republik bis ganz nach oben an die Nordsee. Abenteuerlich wird das Unterfangen zweite Bundesliga für die Handballer des TuS Fürstenfeldbruck aber allemal, das zeigt der jetzt von der HBL veröffentlichte Spielplan. Mit einem Heimspiel gegen den ehemaligen Erstligisten ThSV Eisenach startet das Team von Trainer Martin Wild am 3. Oktober als Aufsteiger in die Saison.

Für den TuS ist es der zweite Abstecher in die zweithöchste Spielklasse nach 1992. Wer die Namen der Gegner liest, könnte sich in der Beletage wähnen: Unter anderem treffen die "Panther" im ersten Auswärtsspiel am 10. Oktober auf den vielfachen deutschen Meister und Europapokalsieger VfL Gummersbach, am Samstag, 26. Dezember, erwarten sie den nicht weniger ruhmreichen TV Großwallstadt. Weitere Konkurrenten sind der HSV Hamburg und TuS N-Lübbecke. Wie anspruchsvoll die Rallye mit insgesamt 36 Spielen ist, zeigen zwei Zahlen: Zwischen dem 20. und 30. Dezember haben die Panther vier Spiele zu absolvieren; zudem müssen sie in der Hinrunde fünf Mal mittwochs auswärts antreten, unter anderem in Hamburg - eine enorme Herausforderung für eine Mannschaft, die sich aus Amateuren zusammensetzt. Dennoch wollen die Brucker, zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs souveräner Tabellenführer der 3. Liga Süd, nicht wie vor 27 Jahren gleich wieder abtauchen. "Wir freuen uns auf die großen Aufgaben", sagt Martin Wild.

© SZ vom 23.07.2020

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