bedeckt München 17°

Sendling-Westpark:Interimslösung gesucht

Baubeginn fürs gemeinsame Kulturbürgerhaus verzögert sich

Von Berthold Neff, Sendling-Westpark

Ausgerechnet das neue städtische Mobilitätsreferat hat einen Stillstand bewirkt: Das von den Stadtvierteln Laim und Sendling-Westpark langersehnte Kulturbürgerhaus, 2013 beschlossen, lief Gefahr, erst 2027 fertig zu sein, in einem Neubau an der Grenze der beiden Viertel, an der Ludwigshafener Straße, Ecke Westendstraße. Dort soll nun das Mobilitätsreferat einziehen, die Planungen müssen verändert werden, der Baubeginn verzögert sich. Frühestens Ende 2025, wie im vergangenen Herbst bei einem Spitzengespräch der beiden protestierenden Bezirksausschuss-Chefs Günter Keller (Sendling-Westpark) und Josef Mögele (Laim) mit Bürgermeisterin Verena Dietl vereinbart wurde, könnte der neue Kulturtreff fertig sein.

Eine Interimslösung muss also her. Am Dienstagabend berichtete BA-Chef Günter Keller (SPD) seinen Kollegen von einem Krisentreffen mit dem Kulturreferat. Dabei kristallisierte sich heraus, dass jeder Stadtbezirk auf eine eigene Zwischenlösung setzt. Sendling-Westpark mag die Interimslösung für Laim an der Fürstenrieder Straße nicht nutzen, Laim wiederum findet keinen Gefallen an dem für Sendling-Westpark gefundenen Ort in der Villa Flora. Dort könnte tatsächlich eine Zwischennutzung möglich sein. Keller zufolge existiert seit der Renovierung vor knapp 30 Jahren eine vertragliche Verpflichtung, Musikgruppen und Vereinen die Räume im ersten Stock für sechs Stunden in der Woche zur Verfügung zu stellen. Diese könnte man, so das Kulturreferat, relativ unkompliziert in Anspruch nehmen. Es handelt sich um einen Raum mit etwa 23 Quadratmetern sowie drei weiteren, mit Durchgang verbundenen Räumen mit 14, 26 und 14 Quadratmetern. Wie man diese Flächen für die Kultur im Stadtviertel nutzen könnte, soll nun ein Ortstermin Mitte März zeigen.

© SZ vom 25.02.2021
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema