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Schwabing:Von West nach Ost

Nordtangente Tram

In fünf Jahren soll die neue Strecke zwischen der Amalienburgstraße im Westen und dem Arabellapark im Osten der Stadt in Betrieb gehen können. Hier die Haltestelle Fránz-Joseph-/Ecke Leopoldstraße.

Die Tram-Nordtangente ordnet auch den Radverkehr neu

Die Tram-Nordtangente ist eines der wichtigsten Schienenprojekte in München. In fünf Jahren, hofft die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), soll die neue Strecke zwischen der Amalienburgstraße im Westen und dem Arabellapark im Osten der Stadt in Betrieb gehen können - als Direktverbindung zwischen Neuhausen, Schwabing und Bogenhausen, die sieben U-Bahn-, sieben S-Bahn- und zahlreiche Buslinien miteinander verknüpft.

Neu gebaut werden muss für diese Route lediglich ein etwa 2,2 Kilometer langer Abschnitt durch Schwabing und den Englischen Garten. Die anderen Teile der Strecke existieren bereits. Der verbindende Part beginnt am Elisabethplatz und verläuft durch die Franz-Joseph-, Martius- und Thiemestraße weiter durch den Englischen Garten bis zur Tivolistraße. Geprüft wird außerdem eine Weiterführung der Gleise von den der Franz-Joseph-Straße durch die Leopoldstraße bis zur Münchner Freiheit.

Mit dem Umbau soll auch die Situation für Fußgänger und Radler in der Franz-Joseph-Straße neu geordnet werden. Noch teilen sich die beiden Gruppen die Gehwegbereiche beidseits der Straße. Künftig kann der Radverkehr dann in Richtung Fahrbahn verlegt werden. Weil die Radwege aber gemäß dem Radentscheid vom vergangenen Juli mindestens 2,30 Meter breit sein müssen, soll der dafür benötigte Platzbedarf laut den Stadtwerken, die federführend für die Planung zuständig sind, "vorrangig durch Umwidmung von Flächen für Kfz-Parkplätze geschaffen" werden.

Die prägenden Baumreihen wären bei dieser Lösung nicht tangiert. Westschwabings Lokalpolitiker protestieren: Parkraum ist im dicht besiedelten Schwabing Mangelware. Die Stadtteilvertreter fordern deshalb eine detailliert "durchgerechnete" Planung.

© SZ vom 22.02.2020
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