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Schwabing-Freimann:Begehrtes Polizei-Gelände

Das aktuell von der Bundespolizei (Bupo) genutzte Gelände zwischen Domagk-Viertel im Westen und der Autobahn im Osten wäre eine Fläche für ein neues Wohnquartier. Das findet der Bezirksausschuss Schwabing-Freimann und hat deshalb in der jüngsten Sitzung in einem überfraktionellen Antrag die Stadt aufgefordert, das Bupo-Gelände für die allgemeine Nutzung freizugeben und auf dieser Fläche ein Quartier mit bezahlbaren Wohnungen zu entwickeln - mit viel Grün natürlich. Das Areal bestehe, so macht Barbara Epple (Grüne) deutlich, "vorwiegend aus einem verwaisten Parkplatz mit schönem alten Baumbestand und aus Sportanlagen". Doch das Ganze hat einen Haken. Der Grund gehört dem Bund. Und der, wie BA-Vorsitzender Patric Wolf (CSU) aufklärt, will das Gelände behalten. Zwar habe die Stadt schon mehrmals angefragt. Aber der Bund wolle, so Wolf weiter, das Areal "selbst entwickeln" - mit Wohnungen und Platz für Gewerbe. Auch wenn die Forderung im Moment keinen großen Sinn machen dürfte, will der BA trotzdem den Antrag an die Stadt weiterreichen. Den Grünen ist es wichtig, "jetzt und hier ein Zeichen für Wohnungsbau, der Soziales und Grün verbindet, zu setzen", erklärt Barbara Epple. Das Motto: Es kann nie schaden, dran zu bleiben.

© SZ vom 27.03.2021 / ole
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