Schwabing Aton-Schule soll in Schwabing bleiben

Die Chancen der Aton-Schule, in Schwabing bleiben zu können, sind gestiegen. Oberbayerns erste musisch-kreative Privat-Ganztagesschule mit Noch-Sitz an der Infanteriestraße 14 muss im Mai ihre seit mehr als zehn Jahren genutzten Räumlichkeiten aufgeben, weil das Gebäude abgerissen wird. Danach kann sie zwar für einige Zeit nach Trudering umziehen, in den Schulkomplex einer griechischen Schule. Doch langfristig stellt diese Unterkunft im Münchner Osten keine Alternative dar. Zum einen ist die Interimsherberge zeitlich nur begrenzt nutzbar, zum anderen erscheint der Weg dorthin vielen Eltern für ihre Kinder zu weit. Gesucht wird daher ein neuer Standort.

Im Fokus steht seit einigen Wochen ein städtisches Grundstück an der Ecke Düsseldorfer/Prinz-Eugen-Straße. Das Referat für Bildung und Sport hat nun mitgeteilt, für dieses Areal selbst "keinen dringenden örtlichen Bedarf geltend" machen zu wollen. Im westlichen Schwabing herrscht ein Mangel an Kinderbetreuungsplätzen. Aber die Behörde plant bereits an der Belgradstraße und an der Borschtallee, also in nächster Nähe des von der Aton-Schule favorisierten Grundstücks, zwei Häuser für Kinder. Zudem hat sie Kita-Bedarf auf dem Gelände des Schwabinger Klinikums angemeldet. "Damit", so ihr Resümee, "könnte der fußläufige Umgebungsbereich ausreichend versorgt werden".

Der Bezirksausschuss Schwabing-West, der die Aton-Schule gerne im Viertel halten würde, fordert nun das Kommunalreferat auf, das Grundstück an der Düsseldorfer/Prinz-Eugen-Straße für die Schule einzuplanen.