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Rechtsextremismus:"In der Kindheit war ich Opfer, als Jugendliche Täter"

"Es hat lange gedauert, bis ich Zweifel zugelassen habe." Heidi Benneckenstein verbrachte ihre Jugend mit Neonazis.

(Foto: Stephan Rumpf)

Heidi Benneckenstein nannte sich Nationalsozialistin, prügelte auch mal Linke und unterdrückte jedes Mitgefühl. Als junge Erwachsene begann sie, ihr Verhalten zu hinterfragen - und stieg aus der rechten Szene aus.

In einem Café in der Nähe von München sitzen an diesem Dienstagnachmittag vor allem ältere Leute. Sie reden über den Kuchen, das Wetter und die uralte Tante, die bald Geburtstag habe. Bloß eine blonde, junge Frau hat andere Themen. "Wir nannten uns Nationalsozialisten", sagt sie. Zusammen mit anderen habe sie einen linken Fotografen verprügelt. "Ich habe mit den Fäusten zugeschlagen, ihm zwischen die Beine getreten - ich war wie im Rausch, ich hatte eine irre Wut."

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