Ramersdorf:Tacheles reden

Bezirksausschuss fordert mehr Infos zur Geothermieanlage ein

Von Hubert Grundner, Ramersdorf

"Da stehen uns gewaltige Baumfällungen ins Haus." Ruhig, beinahe schon lapidar vorgetragen, hat dieser Kommentar von Andrea del Bondio (SPD) einen der wesentlichen Kritikpunkte aufgegriffen, die den Bezirksausschuss (BA) Ramersdorf-Perlach wegen der geplanten Geothermieanlage im Michaelibad umtreiben. Falls das Projekt auf dem westlichen Teil des Freizeitgeländes realisiert wird, müssten circa 60, teilweise alte, kräftige Bäume umgesägt werden. Das müsse man vielleicht hinnehmen, das müsse man vor einer endgültigen Entscheidung aber auch wissen, so del Bondio. Vor allem gehöre es "vorher deutlich und laut ausgesprochen, damit es hinterher kein großes Geschrei gibt", mahnte del Bondio. Ein Rat, den auch der übrige BA beherzigt sehen wollte: Wegen des Baumverlustes, aber auch wegen nach wie vor bestehender Informationsdefizite hat das Gremium in seiner Sitzung am Donnerstagabend beschlossen, um eine Fristverlängerung für die von ihm geforderte Stellungnahme zu bitten. Zuvor müsse der Vorbescheidsantrag, den die Stadtwerke in zwei Varianten eingereicht haben, auf die Tagesordnung der nächsten Bürgerversammlung gesetzt werden. "So wird eine umfassende Information der Öffentlichkeit, die bisher so noch nicht stattgefunden hat, gewährleistet", erklärte Wolfgang Thalmeir (CSU) dazu.

Im Übrigen fordern die Lokalpolitiker die Verwaltung dringend auf, die in der vorherigen Sitzung zur Geothermieanlage gefassten Beschlüsse und Fragen des Bezirksausschusses zeitnah abzuarbeiten: Die Ergebnisse wären zwingend vorzulegen, bevor der BA zum Vorbescheid Stellung nimmt.

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