Ramersdorf:Shakespeare im Ostpark

Lesezeit: 1 min

Geodätischer Dom Ostpark Simulation

So soll's werden: das Theaterzelt als geodätischer Dom.

(Foto: Simulation: privat)

Bezirksausschuss unterstützt Aufführung des Festspielhauses

Die Bühne wird im Ostpark aufgebaut, auf dem Programm steht ein Klassiker, und wenn dann auch noch das Wetter mitspielt, sollte alles passen für einen theatralischen Sommernachtstraum: Vom 30. Juni bis zum 9. Juli betreibt dort die Festspielhaus gGmbH das Theaterzelt Lunatico. Dafür hat der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach vorige Woche einen Zuschuss von 3000 Euro bewilligt. Yorick's Company zeigt in Zusammenarbeit mit dem Festspielhaus und unter der Regie von Helmut von Ahnen Shakespeare's "Cymbeline". Vorstellungen sind vormittags für Schulen und abends für die Öffentlichkeit geplant. Bei dem Theaterzelt handelt es sich um ein Kuppelzelt ohne Masten mit einem Durchmesser von 22,5 Metern, einer Höhe von 8,5 Metern und einer Fläche von 400 Quadratmetern. Der Raum ist nach Angaben des Festspielhaus-Geschäftsführers Helmut von Ahnen für 150 Besucher zugelassen.

Zum Stück heißt es: König Cymbelines Tochter Imogen hat sich heimlich verlobt. Wenig amüsiert verbannt der Vater ihren Auserwählten aus seinem Reich. Das passt Cymbelines zweiter Frau gut ins Konzept, denn sie will ihren Sohn aus erster Ehe mit Imogen verheiraten. Aber diesen Satansbraten kann niemand ausstehen, ein Patchwork-Familiendrama eben. Bald geht es drunter und drüber: enttäuschte Liebe, Mordpläne, Giftmischerei, Romantik, Wahnsinn, Cross-Dressing, Todesfälle, Komik, Erlösung - in diesem Spätwerk ist alles drin. Die passende Musik dazu stammt von Peter Geierhaas.

In seinem Zuschuss-Antrag bezieht sich Ahnen explizit auf das 50-jährige Bestehen Neuperlachs, das heuer gefeiert wird. Er hat deshalb dem BA vorgeschlagen, die Schüler der Neuperlacher Schulen zu diesem Theater-Event einzuladen, da sich viele den Eintrittspreis kaum leisten können. Vier Vorstellungen sollen den Schulen angeboten werden. Ohne den BA-Zuschuss müssten die Besucher beziehungsweise die Schüler den regulären Eintrittspreis bezahlen. Die sonstigen Kosten der Veranstaltung, wie für Zelt, Technik oder Personal, trägt das Festspielhaus, das wiederum vom Sozialreferat finanziert wird.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB