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Ramersdorf:Sauberes Wasser, weniger Kosten

Bezirksausschussfraktion fordert Pflanzenkläranlage im Ostparksee

Der Ostpark, die grüne Oase des Münchner Ostens, hat als Naherholungsgebiet vor allem für den bevölkerungsreichsten Stadtbezirk Ramersdorf-Perlach große Bedeutung. Zentraler Bestandteil ist dabei der 3,5 Hektar große Ostparksee, an dessen Ufer mit dem "Michaeligarten" auch ein beliebter Biergarten liegt. In den vergangenen Jahren kam es allerdings immer wieder zu vermehrter Algenbildung und Ablagerung von Schlamm am Grund des Sees, aufwendige Reinigungsarbeiten waren die Folge davon. Das hat jetzt die Fraktion aus David gegen Goliath (DaCG) und ÖDP im Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach auf den Plan gerufen: "Ursache des starken Algenwachstums und der Schlammbildung ist unter anderem ein Nährstoffüberangebot verbunden mit den vergleichsweise hohen sommerlichen Temperaturen in dem niedrigen Gewässer", konstatiert Thorsten Stengel (ÖDP).

In einem Antrag, den der Bezirksausschuss am Donnerstagabend einstimmig verabschiedet hat, fordert die ÖDP deshalb die Stadt auf, eine Pflanzenkläranlage für den See zu realisieren. Mit deren Hilfe ließe sich die Wasserqualität durch biologische Reinigung und Nährstoffentfernung erheblich verbessern, stellt Stengel in Aussicht. Und Edyta Kolodziej (DaCG) fügt hinzu: "In der Folge könnte die Häufigkeit der Algenentfernung reduziert und das Intervall der Schlammentfernung verlängert werden". So können auch längerfristig Kosten für den Unterhalt des Ostparks gespart werden, glaubt Kolodziej. Eine vergleichbare Anlage wurde nach Angaben der DaCG/ÖDP-Fraktion vor einigen Jahren bereits im Westpark zur Verbesserung der Wasserqualität realisiert.

© SZ vom 20.02.2016 / gru
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