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Ramersdorf:Eng und gefährlich

Tempo 30 auf der Brücke an der Hochäckerstraße soll Radlern helfen

Von Hubert Grundner, Ramersdorf

Wer die Brücke an der Hochäckerstraße kennt, wird nicht bezweifeln, dass sie gerade für Radfahrer unsicheres Terrain darstellt: Auf der schmalen Straße kommen ihnen Autofahrer oft gefährlich nahe. Um das Unfallrisiko zu mindern, fordert der Bezirksausschuss (BA) Ramersdorf-Perlach, dass Tempo 30 auf der Hochäckerstraße, von der Anneliese-Fleyenschmidt-Straße westwärts bis zur Balanstraße, ausgewiesen wird. Den mehrheitlich beschlossenen Antrag hatten die Grünen in der jüngsten BA-Sitzung gestellt.

Zur Begründung hieß es, die Brücke über die Autobahn bedeute für Radfahrer aufgrund des schmalen Querschnitts und der starken Steigung eine deutliche Gefahrenstelle. Selbst sportliche Radler würden auf den Auffahrten sehr schnell an Tempo verlieren und dann trotz durchgezogener Mittellinie von Autos mit viel zu geringem Seitenabstand überholt. Auch komme es immer wieder vor, dass Überholvorgänge von Autofahrern abrupt abgebrochen würden, weil im letzten Moment schnell fahrender Gegenverkehr am Scheitelpunkt der Brücke in den Blick komme.

Von Westen her könnten Radfahrer zwar aufwärts auf den Nebenweg ausweichen, müssten dann aber wieder auf die Straße einschwenken, da der schmale Fußweg für Radfahrer nicht freigegeben ist. Tempo 30 bietet sich aus Sicht der Grünen auch an, weil auf der Westseite am Fuße der Brücke mit dem Dominik-Brunner-Haus eine Kinder- und Jugendeinrichtung liege. Zudem sei die Verkehrssituation am Zebrastreifen mit der angrenzenden Bushaltestelle und der einmündenden Görzer Straße relativ unübersichtlich.

Eine wirklich sicherere und entspanntere Situation für alle Verkehrsteilnehmer werde freilich erst dann entstehen, wenn die Brücke deutlich verbreitert werde. Da Sanierung beziehungsweise Neubau in absehbarer Zeit nicht zu erwarten seien, solle die jetzige gefährliche Situation durch eine Temporeduzierung zumindest teilweise entschärft werden.

© SZ vom 22.04.2021
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