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Prinzregententheater:Glänzen in der Kälte beim Filmpreis

Elyas M'Barek bekommt ausnahmsweise mal keinen Preis - sondern überreicht ihn an junge Nachwuchsdarsteller. Der 37. Bayerische Filmpreis.

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Bayerischer Filmpreis 2016

Quelle: Tobias Hase/dpa

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Am Freitagabend sollte der Bayerische Ministerpräsident im Prinzregententheater die Bayerischen Filmpreise verleihen. Das bedeutet: Er hatte es vor, bis am Freitagnachmittag dann doch "wichtige Gespräche" dazwischenkommen, wie es aus der Staatskanzlei heißt. In solchen Fällen springt Medienministerin Ilse Aigner ein um die mehr als ein Dutzend Preisträger während der dreistündigen Show auszuzeichnen. Eine Liste aller Gewinner finden Sie hier.

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Elyas M'Barek ist ausnahmsweise nicht da, um selbst einen Preis entgegenzunehmen, sondern um einen zu überreichen, an die Schüler seiner Filmklasse. Die werden gleich als erstes ausgezeichnet, mit dem Nachwuchspreis. Dafür stehen M'Barek, Karoline Herfurth (links) und Uschi Glas mit sechs Porzellan-Pierrots auf der Bühne, die sie übergeben. Allerdings nicht ohne dass Glas mit der Bemerkung, dass sie sich "auf neue Ideen" freut, gleich für eine weitere Fortsetzung von "Fack ju Göhte" und eine Wiederbesetzung als Lehrerin wirbt.

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Und sie haben die Pierrots erhalten: Anna Lena Klenke, (l-r), Lucas Reiber, Gizem Emre, Aram Arami und Jella Haase spielten im Film 'Fack ju Göhte 2' mit. Dafür bekommen sie den Preis für die besten Nachwuchsdarsteller.

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Elyas M'Barek macht das einzig Richtige: sich über alles lustig. Das bringt ihn selbst zum Lachen und auch die anderen, denn die gluckernde Lache des "Fack ju Göhte"-Darstellers ist einfach ansteckend. Zumindest für Karoline Herfurth, seine Film-Partnerin, die er auch sehr fürsorglich gleich mit einer Jacke behängt. Und selbstverständlich zieht ein Gentleman auch keine Socken an, wenn die Dame ganz ohne Fuß-Kälteschutz antreten muss. Da erinnert er sich gerne an die Dreh-Arbeiten zum zweiten Teil des Göhte-Erfolgs, der mit 7,6Millionen Zuschauern der zuschauerstärkste Film des vergangenen Jahres war. Denn die waren zum Teil in Thailand.

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Rosalie Thomass (rechts) wird als beste Darstellerin ausgezeichnet, und als Überraschung steht plötzlich eine japanische Musikerin auf der Bühne, die ein Lied aus dem Dörrie-Film "Grüße aus Fukushima" spielt, dass der schwangeren Darstellerin nach einem lauten "Wow!" die Augen feucht werden. Zur Danksagung reißt sie sich zusammen und entfaltet einen Zettel, dass das Publikum die Luft anhält, jedoch: "Zwei Minuten, ich hab's vorgestoppt." Hier ist sie mit Laudatorin Sunnyi Melles zu sehen.

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Als bester Darsteller wird Burghart Klaußner für seine Rolle in "Der Staat gegen Fritz Bauer" ausgezeichnet. "Sich in eine historische Person zu verwandeln, ist hohe Kunst, die Burghart Klaußner perfekt beherrscht", heißt es in der Begründung.

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Die österreichisch-deutsche Schauspielerin Senta Berger mit ihrem Mann Michael Verhoeven. Sohn Simon hält bei der Preisverleihung die Laudatio für Kameramann Jo Heim.

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Til Schweiger besucht die Verleihung mit seiner Freundin Marlene Shirley. Grund zur Freude gibt es: Schweigers Film "Honig im Kopf" bekommt den Publikumspreis, der von den Zuschauern des Bayerischen Fernsehens und den Hörern des Radiosenders Bayern 3 gewählt wurde.

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Das ist der begehrte Preis: Die Figur Pierrot wird in der Nymphenburger Porzellan-Manufaktur hergestellt. Manch einer kritisiert die vermeintlich vielen Auszeichnungen in der Filmbranche - von wegen, sagt Klaus Schaefer vom Film-Fernseh-Fonds Bayern: "In keinem anderen Bundesland gibt es einen expliziten Film- und einen Fernsehpreis." Es sei ein großer Ansporn für Künstler, denn in einem Metier, in dem man stark vom Applaus und der Anerkennung lebe, müsse es Preise geben. "Man macht etwas ganz speziell für andere."

© SZ/axi

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