Bayerischer Filmpreis Die Preisträger 2016

Im Prinzregententheater wurden mehr als ein Dutzend Menschen ausgezeichnet.

Die Ehrenpreisträgerin des 37. Bayerischen Filmpreises ist in diesem Jahr dieProduzentin Molly von Fürstenberg ("Der bewegte Mann", "Männer"). Bayerns Medienministerin Aigner sagte: "Mit Molly von Fürstenberg ehren wir heute eine große deutsche Filmproduzentin. Wir verdanken ihr Kinoerfolge mit starken Charakteren. Mit Wagemut und einem Gespür für interessante Stoffe und besondere Talente trägt sie seit 40 Jahren ganz wesentlich zum künstlerischen und wirtschaftlichen Erfolg des bayerischen und deutschen Films bei."

Den mit 200 000 Euro dotierten Produzentenpreis erhalten Benjamin Herrmann von der Majestic-Filmproduktion und Christian Becker (Ratpack) für den Film "Colonial Dignidad - Es gibt kein Zurück". Laut Jury ist der Film ein "atemberaubender Thriller, herausragend besetzt mit Emma Watson und Daniel Brühl".

Der Regiepreis geht in diesem Jahr an Kai Wessel für seinen Film "Nebel im August", die sensible Inszenierung und das sorgfältig inszenierte Drehbuch haben dabei überzeugt. Den Preis für die beste Darstellerin erhält Rosalie Thomass für ihre Rolle in Doris Dörries Film "Grüße aus Fukushima". Die Jury begründet die Wahl so: "Thomass spielt mit einer stillen Reife, die man so bei ihr noch nie gesehen hat und trägt durch ihr Spiel diesen Film. So zerbrechlich Marie wirkt, man ahnt ihre Stärke." Als bester Darsteller wirdBurghart Klaußner für seine Rolle in "Der Staat gegen Fritz Bauer" ausgezeichnet. "Sich in eine historische Person zu verwandeln, ist hohe Kunst, die Burghart Klaußner perfekt beherrscht", heißt es in der Begründung. Die beiden Autoren Burhan Qurbani und Martin Behnkeerhalten den Drehbuchpreis für den Film "Wir sind jung. Wir sind stark". Das Drehbuch sei handwerklich herausragend, zudem seien die verschiedenen Handlungsstränge im Film präzise montiert.

Die beste Bildgestaltung hat laut der Jury Jo Heim in dem Film "Der letzte Tango" und "Unfriend" von Regisseur Simon Verhoeven geschaffen. Jens Schanze erhält den diesjährigen Dokumentarfilmpreis für seinen Film "La buena vida - Das gute Leben". Beim Bayerischen Filmpreis werden in diesem Jahr nicht ein weiblicher und ein männlicher Nachwuchsdarsteller geehrt, sondern gleich eine ganze Gruppe. Das Schüler-Ensemble des Films "Fack ju Göhte 2" erhält diesen Preis.

Uisenma Borchu wird mit dem Nachwuchsregiepreis ausgezeichnet für den Film "Schau mich nicht so an". Den besten Kinderfilm wiederum haben in diesem Jahr laut Jury Uli Putz und Jakob Claussen produziert, und zwar "Heidi" mit Bruno Ganz. Zudem gab es auch in diesem Jahr wieder einenPreis der Verwertungsgesellschaft VGF, der an die Produzentin Dorothe Beinemeier für ihren Film "Boy 7" geht. Und der Publikumspreis, der von den Zuschauern des Bayerischen Fernsehens und den Hörern des Radiosenders Bayern 3 gewählt wurde, geht an Til Schweiger für seinen Film "Honig im Kopf". SZ