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Oktoberfest:Polizei und Zoll durchsuchen Winzerer Fähndl

Das Winzerer Fändl Bierzelt 2010.

(Foto: Catherina Hess)

Im größten Festzelt auf dem Oktoberfest hat es eine Razzia gegeben. Ermittelt wird aber nicht gegen die Wirte, sondern gegen einen Dienstleister.

Von Franz Kotteder

Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften des Hauptzollamts, der Steuerfahndung und der Polizei ist am Montagabend eine halbe Stunde vor Mitternacht das Paulanerzelt Winzerer Fähndl auf dem Oktoberfest durchsucht worden.

Ziel der Ermittlungen wegen Schwarzarbeit und Verstößen gegen die Abgabenordnung waren aber nicht die Wirte Arabella und Peter Pongratz, sondern ein Dienstleister, der seit vielen Jahren als Subunternehmer für die Zeltreinigung zuständig ist. "Ich wollte gerade nach Hause gehen", erzählt Wirt Peter Pongratz, "da stand ein Riesenaufgebot an Beamten, zum Teil bewaffnet mit Maschinenpistolen, vor den Eingängen."

Es stellte sich dann schnell heraus, dass es nicht um den Wirt ging, sondern um den Putzdienst. Die Beamten vernahmen dann die rund 20 Mitarbeiter des Subunternehmers einzeln über die Konditionen, unter denen sie arbeiten. Geputzt wurde das Zelt, das mit 8450 Plätzen (ohne Biergarten) das größte auf der Wiesn ist, danach trotzdem noch. Pongratz: "Wir werden die Leute jetzt erst einmal übernehmen, es handelt sich schließlich um bewährte Kräfte, die sich auskennen."

© SZ.de/bhi

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