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Planegg:Zwangspausen im Unterricht

Am Feodor-Lynen-Gymnasium häufen sich die personellen Ausfälle

Am Feodor-Lynen-Gymnasium droht offenbar ein massiver Unterrichtsausfall - so massiv, dass die Leiterin der Schule, Brigitte Schmid-Breining, kürzlich einen Brief an Eltern und Schüler geschrieben hat, in dem sie mit drastischen Worten auf die Situation hinweist. "Große Probleme" sieht die Pädagogin im laufenden Schuljahr, da durch "langwierige Erkrankungen, Beschäftigungsverbote - etwa im Mutterschutz -, Beurlaubung und Unglücksfälle zeitversetzt insgesamt zehn Lehrkräfte über mehrere Wochen und sogar vollständig ausfallen". "Nicht in allen Fällen" könne der Ausfall durch Aushilfskräfte und durch Mehrarbeit aufgefangen werden.

Verschärft werde die Lage noch durch das laufende Schulprogramm mit mehrtägigen Fahrten, aber auch durch Fortbildungen oder jahreszeitlich bedingte kürzere Erkrankungen. "Qualifizierte Lehrkräfte für Aushilfsverträge zu gewinnen", sei "nicht nur für unsere Schule extrem schwierig: Eine mit großer Mühe gefundene Aushilfslehrkraft ist nach kurzer Zeit leider selbst akut erkrankt", berichtet Schmid-Breining. Noch habe man es geschafft, keinen Pflichtunterricht ausfallen lassen zu müssen, und auch die Vorbereitungen für das Abitur seien gesichert. Sie habe "ein tolles Kollegium", findet Schmid-Breining, und sie hoffe, auch weiterhin mit allen Mitteln Kürzungen vermeiden zu können. Am schwierigsten sei die Lage wohl im Fach Deutsch. Vom Elternbeirat war keine Stellungnahme zu bekommen.

© SZ vom 28.01.2020 / rar
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