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Planegg:Vier Meter tiefer

Firma Glück bekommt neue Erlaubnis zum Auskiesen

Von Rainer Rutz, Planegg

Die Planegger werden auch in den kommenden Jahren mit vielen Kies-Lastern leben müssen, die durch den Ort fahren. Der Bauausschuss genehmigte in seiner jüngsten Sitzung einen Antrag des Gräfelfinger Kiesunternehmens Glück, im derzeitigen Abbauabschnitt "Hochbirket" deutlich tiefer auszugraben als bisher genehmigt. Das "Hochbirket" liegt südlich von Planegg und südlich der Münchner Straße Richtung Neuried. Dort wird seit 1991 Kies abgebaut, die Abbaugenehmigungen wurden mehrfach verlängert und angepasst. Seit Juli 2008 werden sie nur noch auf eine Fläche von weiteren fünf Hektar bezogen verlängert. Dabei wurden die Auskiesung, so ist es in der Sitzungsvorlage zu lesen, und die sich ändernde Abbautiefe immer wieder neu genehmigt, zuletzt im Jahre 2019. Das Landratsamt als zuständige Genehmigungsbehörde hat dieses Vorgehen gebilligt.

Diesen Februar hat das Unternehmen einen weiteren Antrag eingereicht. Er sieht vor, das Gebiet "Hochbirket" um zusätzliche vier Meter tiefer auskiesen zu dürfen. Die Fläche dieser so genannten Nass-Auskiesung beträgt rund vier Hektar. Die Firma bezieht sich auf ein hydrogeologisches Fachgutachten des Büros für Geotechnik und Umweltfragen (BGU), das eine tiefere Auskiesung - verbunden mit späterer Rekultivierung - für unbedenklich hält. Dieser Argumentation schlossen sich die Gemeinderäte an. Es gab keine Diskussion. Der Antrag der Firma Glück wurde einstimmig gebilligt.

© SZ vom 19.04.2021
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