Planegg Kicken und wohnen

Bolzplatz vor Martinsrieder Flüchtlingsunterkunft kann bleiben

Seit fast einem Jahr kämpfen Martinsrieder Bürger gegen die geplante Asylbewerber-Unterkunft am Rande des Parc de Meylan. Eines ihrer Hauptargumente war stets die Befürchtung, dass der Bolzplatz an dieser Stelle den beiden Unterkünften weichen müsse. Jetzt hat der Gemeinderat entschieden: Der Bolzplatz bleibt, wird allerdings einige Meter weiter nach Osten verlegt. Der neue Bolzplatz wird also praktisch genau vor die Tore der Unterkunft kommen.

Durch den gewonnenen Platz für die beiden Häuser können nun insgesamt 60 Flüchtlinge untergebracht werden und nicht nur 48, wie zuvor vorgesehen. Der Bauausschuss des Gemeinderats hat jetzt über drei mögliche Varianten für den neuen Bolzplatz beraten. Die erste Variante würde mit 18 auf 25 Metern ziemlich klein ausfallen, jedenfalls deutlich kleiner als der alte Platz. Die beiden anderen Varianten sind 35 beziehungsweise 37 Meter lang und entsprechen damit den üblichen Vorgaben für derartige Plätze, sagte Bürgermeister Heinrich Hofmann (SPD) in der Sitzung.

Fritz Haugg (FDP), der sich stets gegen den Unterkunftsstandort am Parc de Meylan ausgesprochen hatte, meinte in der Sitzung, seine grundsätzliche Meinung habe sich zwar nicht geändert, den neuen Bolzplatz wolle er aber nicht verhindern. Lange wurde über die beiden Lindenbäume diskutiert, die dem neuen, größeren Bolzplatz weichen müssen. Die Idee, die beiden Bäume komplett zu versetzen, wurde verworfen, weil dies nach Auskunft von Fachleuten wahrscheinlich zum Scheitern verurteilt wäre - die Bäume stehen zu nahe beieinander. In der Abstimmung setzte sich eine Mehrheit für die größte der drei Varianten durch. Gleichzeitig soll der neue Bolzplatz durch neuen Humus und neue Rasenflächen aufgewertet werden. Im Etat Planeggs stehen dafür 80 000 Euro zur Verfügung. Mit den Bauarbeiten will man im Frühjahr beginnen.