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Pinakothek der Moderne:Neubesetzung

Franziska Kunze

Franziska Kunze tritt ihre Stelle am 1. August an.

(Foto: Meike Reiners Fotografie)

Franziska Kunze wird Konservatorin für Fotografie und Medienkunst

Franziska Kunze wird als neue Konservatorin für den Sammlungsbereich Fotografie und Medienkunst in der Pinakothek der Moderne berufen. Wie das Haus in einer Pressemitteilung bekannt gab, nimmt sie ihre Tätigkeit zum 1. August 2020 auf und tritt damit die Nachfolge der im November 2019 verstorbenen Sammlungsleiterin Inka Graeve Ingelmann an. Zuletzt war die 1984 geborene Kunze als Sammlungsleiterin für Gegenwartskunst im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster tätig. Ihre Dissertation "Opake Fotografien. Das Sichtbarmachen fotografischer Materialität als künstlerische Strategie" erschien 2019.

Davor war sie als Stipendiatin der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung im Programm "Museumskuratoren für Fotografie" in verschiedenen Museen des In- und Auslandes tätig. In den fotografischen Sammlungen im Münchner Stadtmuseum, im Museum Folkwang in Essen, dem Fotomuseum Winterthur sowie im Victoria and Albert Museum in London war sie an der Konzeption und Realisierung großer, zum Teil epochenübergreifender Ausstellungen beteiligt und realisierte eigene Projekte wie 2018 im Museum Folkwang "Walentynowicz | Lauritsen - Outside in | Inside out" über zeitgenössische Positionen der Lochblendenfotografie. Im Fotomuseum Winterthur beschäftigte sie sich bei "In a State of Flux" mit dem Phänomen von Fotofehlern und Glitch in verschiedenen Publikationsformaten. Ein Interessenschwerpunkt von Kunze ist die Medienkunst. In München verantwortet sie nun einen Sammlungsbereich, der sich seit Eröffnung der Pinakothek der Moderne zu einer der bedeutendsten Fotografie-Sammlungen Europas entwickelt hat, wozu auch stark die Dauerleihnahmen der Fotosammlungen von Siemens und Allianz und die Angliederung der Stiftung Ann und Jürgen Wilde beigetragen haben.

© SZ vom 25.06.2020 / SZ

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