Isar Rätsel gelöst: Zweiter Pelikan stammt aus Hellabrunn

Zwei vom gleichen Schlag: der inzwischen "Isarbelle" getaufte Rosapelikan (li.) und sein Double mit dem gelben Ring am Fuß.

(Foto: Rainer Endriss, Dominik Fahr, Collage: SZ)

Eine Woche lebte er an der Isar in Freiheit, dann griffen mutige Polizisten mit bloßen Händen ein.

Das Rätsel um den zweiten Isar-Pelikan ist gelöst: Das namenlose Weibchen stammt aus dem Tierpark Hellabrunn. Eine Woche lebte es an der Isar in Freiheit, dann verirrte sich die im Jahr 2015 geborene Rosapelikan-Dame am Sonntag in einen Innenhof in Thalkirchen. Dort fingen mutige Polizisten sie mit bloßen Händen - "so ein Pelikan-Schnabel ist eine ganz schöne Hacke", wie Zoo-Sprecherin Lisa Reininger sagt - und brachten den Vogel zurück nach Hellabrunn.

Das Tier war am vorvergangenen Wochenende aus der Pelikan-Anlage entkommen, die mit kaum sichtbaren, recht großmaschigen Seilen gesichert ist. Dass eines der Tiere mal auf dem Besucherweg landet, kommt laut Reininger immer wieder vor. Bis zur Isar hat es aber noch nie ein Pelikan aus Hellabrunn geschafft. Die jüngste Ausreißerin wollten die Tierpfleger noch auf dem Zoogelände und dann an der Isar einfangen - ohne Erfolg. Nun ist das Weibchen zurück bei seiner Kolonie, Tierärzte halten sie für "topfit", wie Reininger sagt. "Sie hatte Hunger, aber mit Sicherheit hat sie auch draußen Futter gefunden." Eine Verwechslung mit "Isarbelle", dem im Herbst ausgebüxten Pelikan aus dem Raritätenzoo in Ebbs, schließt sie aus: "Wir konnten unseren Pelikan anhand seines Rings zweifelsfrei identifizieren."