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Pasing:Storno für den Aktionssport

Bau der 42 Millionen Euro teuren Halle ist erst einmal gestrichen

Im Jahr 2024 sollte es soweit sein, Aktionssport auf drei Etagen, endlich ein eigenes Hallenzentrum für Freestyle-Sportler wie Skateboarder, BMX-Fahrer oder Parkour-Läufer. Gut zu erreichen für die Besucher, nicht weit vom Pasinger Bahnhof an der Erna-Eckstein-Straße, südlich des großen neuen Wohnquartiers, das gerade an der Paul-Gerhardt-Straße in die Höhe und die Breite wächst. Der großzügige Landschaftspark ist bereits weitestgehend fertig, an dessen Entree, in erträglicher Entfernung zu den nächsten Anwohnern, das Zentrum für den Trendsport errichtet werden sollte. Die alte Eggenfabrik dort, ein Denkmal aus Pasings früher Industriezeit, sollte integriert werden. Nun ist das Projekt storniert, es steht auf der Streichliste, gehört zu den 1,283 Milliarden Euro, die Grüne und SPD in den kommenden Jahren einsparen wollen.

Die Stadtviertelpolitik hat die Nachricht vom Storno der Halle mit einiger Enttäuschung aufgenommen. Frieder Vogelsgesang (CSU), Vorsitzender des Bezirksausschusses, erklärt: "Wir haben uns im Bezirksausschuss sehr auf dieses neuartige Trendsportzentrum gefreut und das Projekt einstimmig unterstützt. Gerade für Jugendliche und junge Erwachsene hat die Stadt München bisher kein auch nur annähernd vergleichbares Angebot. Auch wenn der vorgesehene Neubau nun nicht realisiert wird, so muss unbedingt zeitnah eine Nutzung für die unter Denkmalschutz stehende Halle der ehemaligen Eggenfabrik gefunden werden. Hier muss sich der Stadtrat etwas einfallen lassen." Nun hofft man, dass nicht auch das am sogenannten Paseo vorgesehene und in Planung befindliche Kulturbürgerhaus als Ersatz für den ehemaligen Kopfbau dem Rotstift zum Opfer fallen wird.

© SZ vom 20.07.2020 / czg

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