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Pasing:Im Plan mit weniger Personal

Die Arbeiten im Kupa-Quartier schreiten trotz Corona-Krise voran

Mit "Baustellen-Catering" an drei Abenden für das gesamte Team bedankt sich die Bauwerk Development, dass die Großbaustelle an der Landsberger Straße 444 bis 446 nach dem Shutdown im März nicht zum Erliegen kam. Das Wohn- und Gewerbeprojekt "Kupa - Quartier Kuvertfabrik Pasing" liege im Plan, teilt Geschäftsführer Roderick Rauert mit. "Zwar sind auf der Baustelle im Stadtteil Pasing aktuell einige Bauleute weniger tätig als ursprünglich im April vorgesehen. Die überwältigende Mehrheit der Handwerker aber ist seit dem allgemeinen Shutdown Mitte März nicht zu Hause geblieben oder über Ostern in die Heimat gereist." Etwa 120 Bauarbeiter trotzten der Corona-Krise und garantierten, dass alles gut weiterlaufe für das neue Stadtquartier, in dem einmal etwa 350 Menschen wohnen werden und 250 Arbeitsplätze geplant sind. Die Fertigstellung des Quartiers, so Rauert, sei weiterhin für Ende 2021 geplant.

Durch den "unermüdlichen" Einsatz der Rohbaufirma konnten laut Rauert noch vor Ostern die sehr aufwendigen Betonierarbeiten im Fundamentbereich der historischen Kuvertfabrik abgeschlossen werden. Auch die Arbeiten an den umliegenden fünf Neubauten liefen planmäßig weiter. Ebenso seien bislang alle geplanten Starttermine der Hüll- und Ausbaugewerke zu halten gewesen, also der Einbau der Fenster, die Trockenbauarbeiten sowie erste Installationsarbeiten der haustechnischen Gewerke.

Offenbar scheinen auch die Materiallieferungen für die Baustelle noch zu klappen. Projektleiter Christian Schulz erklärt dazu: "Aktuell gibt es auf der 'Kupa'-Baustelle keine akuten Materialengpässe. Allerdings haben uns einige Firmen darüber informiert, dass es eventuell zu Verzögerungen bei der ein oder anderen Lieferung kommen könnte. Wir stehen daher mit sämtlichen ausführenden Firmen und unserer Bauleitung in regelmäßigem Austausch, um auf sich verändernde Situationen sofort reagieren und Lösungen finden zu können."

Um die Handwerker vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen, gibt es laut Rauert auf der Baustelle ausreichend Desinfektionsmittel. Auch seien alle Firmen dazu angehalten, den Mindestabstand - so weit dies möglich ist - einzuhalten und Gruppenbildungen zu vermeiden. Darüber hinaus werden die sanitären Einrichtungen häufiger gereinigt als vor der Corona-Krise üblich.

© SZ vom 08.05.2020

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