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Obermenzing:Obstbäume statt Schulbauten

CSU-Vorstoß zur Bepflanzung der Erdbeerenwiese

"Frischluftschneise erhalten", "Die Planung in den Eimer treten", "Ich will Wiese!" Auf selbst gebastelten Plakaten machten sich die vielen Teilnehmer eines Protestzugs gegen die Bebauung des sogenannten Erdbeerenfelds zwischen Ober- und Untermenzing Anfang Februar Luft. Zudem wurden Tausende Unterschriften gegen den Bau eines neuen Schulkomplexes dort gesammelt, es gab heftige Debatten in zuständigen Bezirksausschuss, eine Infoveranstaltung zu dem Thema im Alten Wirt, zu der so viele Leute kamen, dass etliche wieder gehen mussten. Dann kam Corona und die Kommunalwahl, und um die Erdbeerenwiese, wie man sie auch nennt, wurde es etwas stiller. Zumal das umstrittene Vorhaben auf dem Areal der Frischluftschneise qua Stadtratsbeschluss erst einmal aus dem Schulbauprogramm herausgenommen wurde. Für den Neubau der Realschule ist nun eine neue Beschlussvorlage erforderlich.

Die CSU-Fraktion im Bezirksausschuss Pasing-Obermenzing will nun quasi Blumen mit Köpfen machen, und bringt in der kommenden Sitzung am 7. Juli per Antrag die Forderung ein, auf dem Erdbeerenfeld eine Blühwiese anzulegen und Obstbäume zu pflanzen. In ihrer Begründung heißt es:

"Durch die Bautätigkeiten der letzten Jahre wurden viele Grünflächen in Pasing und Obermenzing zugebaut." Das Erdbeerenfeld sei als Luftschneise und Grünzug wichtig für das Stadtteilklima und die Lebensqualität der Bevölkerung. Zudem könnte eine Wildblumenwiese einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten.

© SZ vom 02.07.2020 / czg

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