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Landkreis München kauft eine Immobilie

Das Herz des Landkreises München wird auch in Zukunft am Mariahilfplatz in der Au schlagen. Mit dem Ankauf einer Immobilie nahe dem Bahnhof Giesing sind endgültig die Überlegungen vom Tisch, die Behörde aus der Landeshauptstadt an einen Standort im Umland zu verlagern und dort nahezu alle Abteilungen unter einem Dach zusammenzulegen. Für das Bürogebäude an der Chiemgaustraße 109, in dem bereits der kreiseigene Hochbau, das staatliche Schulamt und der Fachbereich für die Unterbringung von Flüchtlingen untergebracht sind, bezahlt der Landkreis 64 Millionen Euro.

Hierfür hat der Finanzausschuss des Kreistags in seiner jüngsten Sitzung die Aufnahme eines Förderkredits in Höhe von zehn Millionen Euro bei der Kommunal- und Förderbank des Freistaats genehmigt - für eine Laufzeit von zehn Jahren und einer Nullverzinsung. Zusätzlich werden aus der allgemeinen Rücklage des Landkreises 15 Millionen entnommen. Wie die übrigen 39 Millionen finanziert werden, wird bei den Etatberatungen entschieden. Der Kauf ist bereits besiegelt, muss aber noch im Grundbuchamt der Landeshauptstadt eingetragen werden.

Derzeit sind die etwas mehr als tausend Mitarbeiter des Landratsamtes auf acht Standorte verteilt - sieben davon in München. Einzig die Kfz-Zulassungsstelle in Neukeferloh befindet sich tatsächlich im Landkreis. Vor allem die Raumnot im Amt am Mariahilfplatz, in dem etwa 650 Mitarbeiter tätig sind, hat in der jüngeren Vergangenheit Überlegungen befördert, Behördenteile an einem neuen Standort zusammenzuführen - etwa an der Olof-Palme-Straße in der Messestadt Riem, im Werksviertel am Ostbahnhof oder am Candidplatz in Untergiesing. Bereits beschlossen ist, das Landratsamt am Mariahilfplatz um eine Etage aufzustocken, um kurzfristig weitere Kapazitäten zu schaffen. Ein von der SPD-Kreistagsfraktion lange Zeit präferierter Neubau in einer Kommune des Landkreises spielte in den Überlegungen zuletzt kaum mehr eine Rolle.

Zielsetzung ist laut Franziska Herr, Pressesprecherin im Landratsamt, die Angestellten "aus den derzeit acht Standorten in Stadt und Landkreis München räumlich wieder enger zusammenzuführen". Welche Standorte aufgegeben werden, stehe allerdings noch nicht fest. Auch fehle eine "Zeitschiene" für die Zusammenlegung der Referate.