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Oberföhring:Mal Gas, mal Bremse

Mal Tempo 50, mal Tempo 30: Auf der Oberföhringer Straße wird es auch in Zukunft Abwechslung auf dem Gaspedal geben.

(Foto: Matthias Döring)

Nein zu durchgehend Tempo 30 auf der Oberföhringer Straße

Wer auf der Oberföhringer Straße unterwegs ist, steht am besten gleich mit einem Fuß auf der Bremse. Denn die Höchstgeschwindigkeit beträgt 30 und 50 Stundenkilometer. Die Straße ist nicht nur meist dabei, wenn wieder ein Blitzer-Marathon durchgeführt wird, sondern sie ist auch für Radfahrer nicht ungefährlich. Vor Schulen sind 30, ein paar Meter weiter sind 50 erlaubt. Deshalb forderte ein Bürger unlängst im Bezirksausschuss (BA) eine durchgehende Tempobegrenzung auf 30 Stundenkilometer stadteinwärts bis zum Mauerkircherberg.

Dem widersprach Peter Reinhardt (CSU). "Überall und ohne Sinn" sei auf der Oberföhringer Straße generell vor allen Schulen Tempo 30 eingerichtet worden - auch wenn die Einrichtung etwas weiter nach hinten liege. Dieses Hin- und Her der Geschwindigkeitsregelungen sei "unvernünftig und über das Ziel hinausgeschossen". Eine generelle, flächendeckende Tempo-30-Beschränkung lehnt Reinhardt ab. Man müsse sich, so ergänzt der Vorsitzende des Unterausschusses Verkehr, Martin Tscheu, Gedanken machen, was mit der Oberföhringer Straße eigentlich passieren solle. Denn welcher Bürger, welcher Autofahrer schaue jede Minute auf Verkehrsschilder. Paula Sippl (Grüne) bestätigte, dass die Oberföhringer Straße für Radfahrer gefährlich sei. Da die Autofahrer ja jetzt 1,50 Meter Abstand zum Radfahrer halten müssten, sei die Sicherheit auf der die Breite wechselnden Fahrbahn nicht gewährleistet. Eine flächendeckende 30-er Beschränkung kann sich auch die Polizei nicht vorstellen. Dafür müsste auf dieser Straße generell eine Gefährdung vorliegen. Der BA lehnte den Bürgerantrag ab.

© SZ vom 28.03.2020 / ole

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