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Nymphenburg:Klösterlich und weltlich

Sr. Francesca Šimuniová.

(Foto: Erzdiözese München-Freising)

Benediktinerinnen in der Abtei Venio weihen neue Äbtissin

Die etwas versteckte Lage der Abtei Venio an der Döllingerstraße, einer Seitenstraße der Südlichen Auffahrtsallee, passt eigentlich nicht so recht zur Besonderheit dieser Benediktinerinnengemeinschaft mit Sitz in München und Prag, der 20 Schwestern angehören. Venio bedeutet "ich komme", es soll die Ausrichtung auf Gott und zugleich die Zuwendung zur Welt ausdrücken; die Schwestern verbinden klösterliches Leben mit alltäglicher Berufstätigkeit. An diesem Samstag, 13. Februar, weiht Kardinal Reinhard Marx die neue Äbtissin, Sr. Francesca Šimuniová OSB. Simuniová studierte an der Prager Karlsuniversität Sonderpädagogik und arbeitete dann mit sozial benachteiligten Menschen. Von 2003 bis 2020 wirkte sie als Landesbeauftragte der "Aktion Sühnezeichen Friedensdienste" in der Tschechischen Republik, koordinierte und betreute die Mitarbeit von deutschen Jugendgruppen in Einrichtungen für Shoa- Überlebende, in Gedenkstätten oder in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. 2008 trat Šimuniová in die benediktinische Kommunität Venio ein. Nach ihrem Noviziat lebte die Ordensschwester in der Niederlassung der Gemeinschaft auf dem Weißen Berg in Prag; sie absolvierte zudem eine psychotherapeutische Fortbildung in Gesprächsführung. Venio entstand in den Zwanzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts als eine der Liturgischen Bewegung verbundene Gebetsgemeinschaft junger Frauen.

© SZ vom 13.02.2021 / son
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