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Neuhausen:Kniffliger Komplex

Vorplanungen für Kita-Neubau an Hanebergstraße sind eingereicht

Von Sonja Niesmann, Neuhausen

Die Nachfrage nach Kindergarten- und Hortplätzen ist in Neuhausen ungebrochen hoch. An der Hanebergstraße 6 plant die Katholische Kirchenstiftung St. Theresia nun den Neubau einer Kindertagesstätte für sechs Gruppen, aufgeteilt in vier Kita-Gruppen für zirka 100 Kinder und zwei Hortgruppen mit etwa 50 Plätzen. Die Vorplanung hat der Kirchenverwaltungsvorstand der Stiftung bei der Erzbischöflichen Finanzkammer eingereicht; sollte sie in diesem Jahr noch genehmigt werden und der Bauantrag eingereicht werden können, wäre ein Baubeginn im kommenden Jahr möglich.

Der bestehende Kindergarten auf dem Areal wird abgerissen. Der eingeschossige Flachbau ist laut Kirchenpfleger Frank Multerer technisch und energetisch veraltet und verschlingt hohe Instandhaltungskosten. Er wurde 1963 für vier Kindergarten-Gruppen eröffnet, in den 1970er Jahren zu einem dreigruppigen Kindergarten mit einer Hortgruppe umgewandelt; 2003 wurde eine zweite Hortgruppe eröffnet. Der zweigeschossige Neubau sieht auch sechs Appartements für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Terrassengeschoss vor - mit einer attraktiven Wohngelegenheit will die Kirchenstiftung ihr Werben um qualifiziertes Betreuungspersonal unterstützen.

Für die Architekten ist die Sache etwas kniffelig: Das im Süden angrenzende Kolping-Gebäude mit zehn Stockwerken sowie ein Studentenheim mit ebenfalls zehn Stockwerken, das derzeit gebaut wird, verschatten das Kita-Gelände beträchtlich. Das Büro Mayer Rettenmaier platziert das Gebäude deshalb im westlichen Grundstücksbereich, im östlichen Teil, der übers Jahr die meiste Sonne abbekommt, soll der Spiel- und Bolzplatz für die Kinder liegen. Der mächtige Baum an der Südostecke des Grundstückes darf stehen bleiben.

© SZ vom 04.07.2020

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