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Neuhausen:Jugendzentrum fest im Blick

Lokalpolitiker für frühe Planung im Paketposthallen-Quartier

Noch existiert das neue Quartier rund um die Paketposthalle an der Friedenheimer Brücke bloß auf dem Papier, doch fordert der Neuhauser Bezirksausschuss (BA) jetzt schon, dort rechtzeitig ein großes Jugendzentrum einzuplanen. "Die Bautätigkeit im Areal Paketposthalle bietet tatsächlich die letzte Chance, Planungsfehler der Vergangenheit, die insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene betroffen haben, zu korrigieren. Daher darf diesmal nicht mehr an der falschen Stelle gespart werden", heißt es in einem Antrag der SPD, den das Gremium einstimmig auf den Weg gebracht hat. Beim Konzept für dieses Zentrum sollten die Jugendlichen mitreden und es dann auch selbst verwalten können, es sollte eine Bühne für Veranstaltungen und Bandübungsräume haben sowie Räume speziell für Mädchen und junge Frauen. Vor allem aber solle es Programme anbieten, die sich gezielt an jene Jugendlichen richten, die bisher einen Bogen um solche Treffpunkte machen. Im zweitgrößten Stadtbezirk, bemängelt die SPD, fehlten Treffs für junge Menschen, bestehende Freizeiteinrichtungen, etwa am Hirschgarten oder im "Mosaik" in Nymphenburg-Süd, seien zu klein und sprächen nur "bestimmte Peer Groups an". Auch im Kreativquartier beim Leonrodplatz, in der frei gewordenen Halle der Stadtentwässerung, solle deshalb ein Bildungs- und Kulturangebot "ohne Konsumzwänge" für Kinder und Jugendliche geschaffen werden. Und in Zeiten von Corona fordert der Antrag zusätzlich, kurzfristig eine weitere Jugendeinrichtung zu schaffen, zum Beispiel einen Bauwagen als "Außenstelle" eines der bestehenden Treffs.

© SZ vom 25.01.2021 / son
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