Neuer Termin NS-Dokuzentrum soll am 30. April 2015 öffnen

Zweimal ist der Eröffnungstermin für das neue NS-Dokuzentrum in München schon verschoben worden. Nun haben die Verantwortlichen einen neuen Termin bekanntgegeben. Sie haben sich ein historisch wichtiges Datum ausgesucht.

Von Stefan Mühleisen

Die Eröffnung des NS-Dokumentationszentrums am Münchner Königsplatz wird erneut verschoben. Der Lern- und Erinnerungsort soll am 30. April 2015 mit einem Festakt in Betrieb genommen werden, wie Kulturreferent Hans-Georg Küppers und Gründungsdirektor Winfried Nerdinger am Freitag bei einer Pressekonferenz auf der Baustelle an der Brienner Straße bekannt gaben.

Ursprünglich sollte die Einrichtung im Frühjahr 2014 fertig sein, dann wurde der 9. November 2014 als Eröffnungstermin anvisiert. Als Grund für die Verzögerung gab Küppers einen "Sicherheitspuffer" im Zeitplan an. Zudem habe man sich wegen des historischen Datums für den neuen Eröffnungstermin entschieden. Am 30. April 2015 jährt sich zum 70. Mal die Befreiung Münchens durch die US-Streitkräfte.

Gründungsdirektor Nerdinger dementiert unterdessen weiter, dass die Korrektur des Zeitplans mit Auseinandersetzungen zwischen ihm und dem Gestaltungsbüro zu tun habe. Diese Woche war bekannt geworden, dass das Büro Carsten Gerhards aus Berlin nicht länger für die Ausstellungsgestaltung verantwortlich ist. Dies war in der Museumsbranche als Notbremse gewertet worden.

Nerdinger insistiert jedoch, es sei nichts Ungewöhnliches, nach der Entwurfsphase ein anderes Büro für die Ausführungsplanung zu beauftragen. Küppers bezeichnete es als "Spekulationen", dass es Meinungsverschiedenheiten mit dem Gestaltungsbüro gegeben habe. Neue Ausstellungsgestalter seien bereits ausgewählt. Den Namen wollte Küppers nicht nennen.