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Nach tödlicher Attacke an der Isar:Polizei sichert DNA-Spur von Messerstecher

Blumen und Kerzen am Tatort erinnern an den 31-Jährigen, der am Dienstag durch einen Messerstich getötet wurde.

Blumen und Kerzen am Tatort erinnern an den Radfahrer, der durch einen Messerstich an Isar getötet wurde.

(Foto: Robert Haas)

60 Hinweise hat die Polizei inzwischen zu der tödlichen Attacke an der Isar erhalten. Außerdem kennen die Ermittler nun den genetischen Code des Messerstechers - aber nicht sein Gesicht. Jede noch so kleine Spur gilt es jetzt akribisch abzuarbeiten.

Von Florian Fuchs

Die Kriminalpolizei hat DNA-Material des Angreifers gesichert, der vergangene Woche an einem Radweg an der Isar einen 31-Jährigen mit einem Messerstich ins Herz getötet hat. Offenbar bringt die Spur vom Tatort die Ermittler aber nicht weiter. "Es gibt immer noch keinen Hinweis auf den Täter", sagt Polizeisprecher Wolfgang Wenger.

Offiziell will die Polizei ohnehin nur bestätigen, dass inzwischen 60 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen seien. "Die Aussagen müssen wir nun akribisch abarbeiten", sagt Wenger. Der Täter hatte am Dienstag vor einer Woche auf der Erhardtstraße die Verlobte des Opfers angespuckt, der 31-Jährige wollte den Angreifer deshalb zur Rede stellen. Nach einem Wortgefecht und einem Gerangel stach der Unbekannte den Italiener nieder und flüchtete über die Corneliusbrücke.

Die Polizei hat nun die Sonderkommission "Cornelius" gegründet, die sich um den Fall kümmert. Da sich Opfer und Täter offenbar zuvor nie begegnet waren, gestalten sich die Ermittlungen laut Wenger "sehr schwierig". Auch ein Phantombild könne die Polizei nicht erstellen. Dafür sei die Beschreibung des Täters zu ungenau: Er soll etwa 35 Jahre alt sein und kurze, dunkle, glatte Haare haben. Zur Tatzeit war er dunkel gekleidet und hatte eine schwarze Umhängetasche bei sich. Den nach der Tat verunsicherten Bürgern rät Wenger, bei Spuckattacken Abstand zu wahren und die Polizei zu rufen.

© SZ vom 04.06.2013/bela
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