bedeckt München
vgwortpixel

München:Tanzen und trommeln

Kampagne "One Billion Rising" für Frauenrechte

Weltweit werden eine Milliarde Mädchen und Frauen im Laufe ihres Lebens mindestens einmal Opfer einer Vergewaltigung oder schweren Körperverletzung. Um dagegen zu protestieren, initiierte die New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler im September 2012 eine der größten Kampagnen für Frauenrechte: "One Billion Rising" ("Eine Milliarde erhebt sich"). Immer am 14. Februar protestieren seither Mädchen und Frauen aus mehr als 200 Ländern mit einer Tanzchoreografie für ihre Menschenrechte.

Auch der Kreisjugendring München-Stadt (KJR) und das Spielhaus Sophienstraße engagieren sich für Respekt und gegen Gewalt und nehmen an der weltweiten Kampagne teil. In Vorbereitung auf den Aktionstag bieten Spielhaus und KJR kostenloses Tanztraining für Kinder und Jugendliche an, in denen sie die Choreografie zu dem Song "Break the Chain" lernen - der Hymne von One Billion Rising. Der Tanz wird dann am Freitag, 14. Februar, in Form eines Flashmobs am Stachus präsentiert. Zuvor treffen sich alle Tänzer um 13.15 Uhr zum gemeinsamen Warm-up im Spielhaus. Auch in anderen deutschen Großstädten werden sich Menschen zu den Tanz- und Trommelaktionen formieren. Der Song "Break the Chain" von Tena Clark wurde mit verschiedenen Sängerinnen aufgenommen. Die Schlussposition des Tanzes ist der gestreckte Zeigefinger, der zeigen soll: "Ich bin eine von einer Milliarde". (Milliarde wird im Englischen mit "billion" übersetzt)

Die Tanztrainings finden an verschiedenen Terminen zwischen Freitag, 31. Januar, und Mittwoch, 12. Februar, statt und werden im Spielhaus Sophienstraße, im Jugendtreff am Biederstein, im Kinder- und Jugendtreff Milbertshofen, im Laimer Jugendzentrum und im "Intermezzo" in Fürstenried angeboten. Genaue Termine unter www.onebillionrising-muenchen.de. Wer keine Zeit hat, an einem Tanztraining teilzunehmen, kann die Tanzschritte auch mit Hilfe der englischsprachigen Tanzanleitung auf Youtube lernen.

© SZ vom 30.01.2020
Zur SZ-Startseite