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SZ-Sommerrätsel:Testen Sie Ihr München-Wissen!

Sonne in München

Organisiert und geordnet: So wirkt München auf den ersten Blick. Wer aber genau hinschaut, entdeckt viele Ungereimtheiten.

(Foto: Sven Hoppe/dpa)

Die SZ möchte Ihren "Urlaub dahoam" bereichern. In der ersten von vier Folgen geht es um ein wahrhaft königliches Problem, den Namen eines Mannes, der einem häufig in der Stadt begegnet - und wir schicken Sie auf Selfie-Schnitzeljagd in den Arabellapark.

Von Jakob Wetzel und Stefan Simon

Sommerloch? Nicht mit uns! Die Süddeutsche Zeitung will Ihren "Urlaub dahoam" mit dem SZ-Sommerrätsel bereichern. Insgesamt vier Folgen sind es, jede besteht aus drei Teilen. Testen Sie in den Stadtgeschichten Ihr Wissen, lösen Sie das Foto-Rätsel Vier mal München und gehen Sie auf die neuen Selfie-Schnitzeljagden.

Spielen Sie mit und finden Sie jede Woche drei Lösungsbuchstaben. Mit etwas Glück können Sie einen Urlaub für zwei Personen oder andere Preise gewinnen. Die Spielregeln finden Sie ganz am Ende. Jetzt geht es aber zu den Aufgaben.

1. Stadtgeschichten: Des Königs neue Bilder

Es ist eine Art Bilderbuch für Patrioten und Monarchisten. 15 großformatige Wandbilder erzählen in den Hofgartenarkaden davon, was die Fürsten aus dem Hause Wittelsbach über die Jahrhunderte nicht alles für Bayern getan haben. Die Gemälde wurden 2016 restauriert, die Motive aber sind knapp zwei Jahrhunderte alt. Ludwig I. hat die Bilder 1826, kurz nach seinem Regierungsantritt, in Auftrag gegeben. Entworfen hat sie Peter von Cornelius, der Leiter der Akademie der Bildenden Künste. Gemalt haben sie bis 1829 dessen Schüler.

Großformatige Wandbilder erzählen in den Hofgartenarkaden davon, was die Fürsten aus dem Hause Wittelsbach über die Jahrhunderte nicht alles für Bayern getan haben.

Der König wollte seinen Untertanen vor Augen führen, warum die Wittelsbacher eigentlich legitime Herrscher Bayerns seien. Ludwig I. empfand wohl eine gewisse Erklärungsnot: Seine Vorgänger hätten ja noch die Gnade Gottes bemühen können, aber seit der Französischen Revolution klang das schal. Noch dazu hatte Ludwigs Vater Max I. Joseph die Königskrone erst ein paar Jahre zuvor nicht durch die Gnade Gottes, sondern durch diejenige Napoleons erhalten. Die Bilder sollten also zeigen, warum die Wittelsbacher Bayern aus eigener Kraft verdient hatten.

Besonders einfallsreich waren Ludwig und seine Maler dabei nicht. Vieles in den Arkaden entspricht dem landein, landaus üblichen Bildprogramm repräsentationswütiger Königshäuser. Hier wird geheiratet, dort wird gekrönt, da wird einer vom Kaiser belehnt - und überall wird eine Schlacht nach der anderen geschlagen, bei Ampfing gegen die Habsburger, bei Mühldorf gegen die Böhmen, bei Giengen gegen die Hohenzollern, bei Godesberg gegen die Calvinisten, vor Belgrad gegen die Osmanen oder auch, nicht zu vergessen, schon 1055 in der Veroneser Klause gegen italienische Feinde von Kaiser Barbarossa.

Ergänzt wird dieser Bilderzyklus am Kopfende um eine Bavaria, die in goldener Rüstung neben einem Löwen hockt und einen Schild präsentiert, auf dem das Motto Ludwigs I. steht: "Gerecht und Beharrlich". Und auch die eine oder andere Legende darf nicht fehlen, zum Beispiel der Ritter Schweppermann, der sich in der Schlacht von Ampfing 1322 derart hervorgetan haben soll, dass er einen besonderen Gunstbeweis König Ludwigs des Bayern erhielt. Als es nach dem Kampf nur einen Korb Eier zu verteilen gab, soll der Wittelsbacher gerufen haben: "Potz Laus! Jedem Mann ein Ei, dem braven Schweppermann zwei!" Auf dem entsprechenden Bild ist der brave Schweppermann rechts im Vordergrund zu sehen, in einer Schale zwei Eier.

Doch die Geschichte der Wittelsbacher kennt Licht und Schatten - und ein Ereignis, das die Münchner Maler in den Hofgartenarkaden verewigt haben, hätte man in einer solchen Reihe vielleicht nicht unbedingt erwartet. Welches?

A - Pfalzgraf Otto von Wittelsbach meuchelt 1208 den Stauferkönig Philipp von Schwaben, wohl aus Rache für eine wieder gelöste Verlobung. Nebenbei entscheidet er damit vorläufig den Thronstreit zwischen Staufern und Welfen.

B - Kurfürst Maximilian III. Joseph, genannt "der Vielgeliebte", der zuvor Juwelen verkauft hat, um den Bayern durch eine Hungersnot zu helfen, lässt 1777 Wolfgang Amadeus Mozart auflaufen: Es sei gerade keine Stelle frei.

C - Der Landtag in Prag wählt Herzog Albrecht III. im Mai 1440 einstimmig zum böhmischen König, doch der mag nicht und lehnt ab.

Die richtige Antwort liefert den Lösungsbuchstaben.

2. Foto-Rätsel: Vier mal München

Gesucht wird ein Mann von altem Adel. Seine Familie hatte viel zu sagen in München, aber nicht nur hier. Der Sohn des Hauses starb zu früh, um selbst eine größere Rolle zu spielen. Als Militär von hohem Rang überlebte er viele Schlachten, nicht aber die Heimreise von einer Jagdexpedition. Auf seinen Namen stieß und stößt man oft in München. Die Fotos geben Hinweise auf seinen Vornamen, genauer: den Rufnamen. Suchen Sie nach Gemeinsamkeiten.

Die Lösung ist der dritte Buchstabe des gesuchten Vornamens.

3. Selfie-Schnitzeljagd: Auf Spurensuche durch den Arabellapark

Die erste Schnitzeljagd führt nach Bogenhausen, in den Arabellapark. Sie kommen mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut hin, mit Auto oder Rad aber natürlich auch. Was müssen Sie zur "Selfie-Schnitzeljagd" mitnehmen? Ein Smartphone oder Tablet. Sie werden einige Male aufgefordert, Selfies zu machen. Achten Sie darauf, nicht zu viel Platz einzunehmen, denn das, was Sie zum nächsten Etappenziel bringt, befindet sich auf dem Foto - und sollte deshalb nicht von Ihnen verdeckt werden. Halten Sie das Gerät am besten etwa 1,90 Meter in die Höhe, halbwegs gerade und drücken Sie den Auslöser; am Besten probieren Sie das vorab schon einmal zu Hause aus.

Sommerrätsel

Ein Zacken und Balkone: Wenn Sie das genau so sehen, befinden Sie sich am Start unserer Selfie-Schnitzeljagd.

(Foto: Jakob Wetzel)

Start: Suchen Sie auf dem Rosenkavalierplatz den Punkt, von dem aus Sie das Motiv oben gut erkennen können. Achten Sie darauf, dass der Pfeil aus Ihrer Perspektive auf den richtigen Balkon zeigt. Das ist an nur einer Stelle möglich. Sobald Sie das Motiv sehen, bleiben Sie bitte - auf genau dieser Position und in genau diese Richtung gedreht - stehen.

Schritt 1: Schießen Sie ein Selfie wie oben beschrieben. (Noch einmal: ohne selbst im Bild zu sein.) Suchen Sie auf Ihrem Foto eine stählerne Pyramide, gehen Sie zu dem Hydranten, der sich in gerader Linie hinter ihr befindet, und von ihm geradeaus weiter bis zur rechten weißen Sitzbank. Stellen Sie sich rechts neben die Bank.

Schritt 2: Sehen Sie sich nun nach dem nächstgelegenen Hauseck um. Drehen Sie sich in die Richtung der Hausnummer und schießen Sie dann das nächste Foto mit dem Selfie-Trick.

Schritt 3: Auf dem Foto sehen Sie zwei Vordächer und dazwischen eine Lücke. Gehen Sie dorthin und suchen Sie ein Schild mit einer Telefonnummer, unter der diverse Therapeuten zu erreichen sind.

Schritt 4: Bilden Sie die Quersumme aus dieser Telefonnummer. Die Vorwahl lassen Sie aber bitte weg. Teilen Sie die Quersumme dann durch 13 und merken Sie sich das Ergebnis.

Schritt 5: Suchen Sie die nächstgelegene Einbahnstraße und folgen Sie ihr - bitte nur zu Fuß und nur auf dem Fußweg - in die falsche Richtung. Setzen Sie den Weg solange fort, bis Sie direkt an einem der Gehwege eine Hausnummer finden, die Ihrem Ergebnis aus Schritt 4 entspricht.

Schritt 6: Auf dem Schild mit der Hausnummer finden Sie eine Anweisung. Folgen Sie dieser Anweisung, und zwar solange das möglich ist.

Schritt 7: Finden Sie am Ziel die Zahlenkombinationen 4/5 und 12/14. Drehen Sie in ihre Richtung - gehen Sie dann aber in die entgegengesetzte Richtung.

Schritt 8: Folgen Sie dem Fußweg, bis Sie linkerhand zwei Schlote sehen, die sich hinter einem großen Schild verstecken. Drehen Sie sich in die Richtung und schießen Sie ein Foto mit dem Selfie-Trick.

Schritt 9: Suchen Sie auf dem Foto die Laterne, die am weitesten von Ihrem momentanen Standpunkt entfernt ist. Gehen Sie zu dieser Laterne und merken Sie sich die zweistellige, ungerade Nummer (die weiße Ziffer auf schwarzem Grund entspricht der Zehnerstelle).

Schritt 10: Folgen Sie dem Weg nun weiter, bis Sie ein Haus finden, das dieselbe Nummer hat wie diese Laterne. Tipp: Sie müssen dazu einmal die Fahrbahn geradeaus überqueren. (Bitte achten Sie dabei auf den Verkehr!) Am Platz mit den drei Bäumen müssen Sie links abbiegen. Das Schild steht in einer Einfahrt.

Schritt 11: Finden Sie dort nun einen kleinen Ring, schießen Sie ein Selfie und gehen Sie an der darauf zu sehenden Straße entlang - bis Sie eine Treppe mit 26 Stufen erreichen. Steigen Sie sie hoch.

Schritt 12: Wenn Sie oben ankommen, bitte gleich rechts abbiegen.

Schritt 13: Folgen Sie dem Weg, und hinter dem Spielplatz halten Sie sich bitte links. Ob Sie richtig sind, erkennen Sie an Pflasterstein-Kreisen im Boden.

Schritt 14: Beim siebten und größten Kreis halten Sie an, sehen sich kurz um und folgen nun dem Weg, bei dem die wenigsten Lampen an den einzelnen Laternenpfosten hängen.

Ziel: Sobald Sie das erste Ladengeschäft erreichen, stellen Sie sich neben den Baum vor seiner Tür. Wenn Sie von diesem Punkt aus den weiteren Weg entlang blicken, fällt Ihr Blick auf ein aus 16 weißen und tatsächlich großen Großbuchstaben bestehendes Wort. Sie sind am Ziel. Jakob Wetzel

Lösung ist der Konsonant, der in dem gesuchten Wort am häufigsten vorkommt.

So können Sie am Gewinnspiel teilnehmen

Sammeln und sortieren Sie die Buchstaben: Stadtgeschichten, Selfie-Schnitzeljagd und Vier mal München - jedes Rätsel hat einen Buchstaben als Lösung.

Wer am wöchentlichen Gewinnspiel teilnehmen möchte, muss alle drei kennen - und sie außerdem in alphabetische Reihenfolge bringen. Es gibt in jeder Sommerrätsel-Folge drei Preise zu gewinnen.

Wer am Ende den Hauptpreis gewinnen will, muss alle vier Folgen des Sommerrätsels lösen; wir verlosen daneben auch zwei Sonderpreise. Die insgesamt zwölf Buchstaben, die im Lauf der vier Wochen gesammelt werden, müssen dazu in eine neue Reihenfolge gebracht werden - und genau das ist die letzte Aufgabe: Bilden Sie aus den zwölf Buchstaben das gesuchte Lösungswort. Mit ein bisschen Knobeln kommen Sie sicher darauf. Ein Tipp: Regelmäßige und aufmerksame SZ-Leser sind möglicherweise leicht im Vorteil.

Einsendeschluss: Die Sommerrätsel erscheinen in vier Folgen, vom 31. Juli 2020 an immer freitags in der Süddeutschen Zeitung; in der digitalen Ausgabe werden sie bereits am Vorabend um 19 Uhr veröffentlicht. Um die Aufgaben zu lösen und am Gewinnspiel teilzunehmen, haben Sie jedes Mal Zeit bis zum Mittwoch der Folgewoche - und zwar genau bis 24 Uhr.

Bis zu diesem Zeitpunkt können Sie die Lösungsbuchstaben (drei für die Wochen-, zwölf für die Hauptpreise) im Internet auf sz-erleben.de/sommerraetsel eingeben; sie finden dort auch ausführliche Teilnahmebedingungen sowie Hinweise zum Datenschutz.

Wir verwenden persönliche Daten ausschließlich, um die Gewinner ermitteln und benachrichtigen zu können. Eine Weitergabe der Daten oder ihre Nutzung zu anderen Zwecken ist ausgeschlossen. Die Teilnahme per Post oder auf anderen Wegen ist in diesem Jahr aufgrund der Corona-Krise und damit verbundener Beschränkungen leider nicht möglich.

Aufgelöst werden die Rätsel am Freitag, 28. August. Dann wird auch die Gesamtlösung veröffentlicht, die sich durch die zwölf einzelnen Rätsel ergibt.

Die Gewinnerinnen und Gewinner sowohl der Wochen- als auch der Hauptpreise werden per Los bestimmt; der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Auszahlung der Preise ist nicht möglich. Wer gewinnt, wird direkt benachrichtigt; eine Veröffentlichung der Namen erfolgt nicht.

© SZ vom 31.07.2020/sim
Die Preise

In der ersten Folge zu gewinnen:

1. bis 3. Preis: je ein Radiowecker "Oslo News Lite" mit integriertem Lautsprecher, Bluetooth und kabelloser Qi-Ladefunktion für Smartphones

Für die Gesamtlösung gibt es einen Hauptpreis und zwei Sonderpreise:

1. Preis: ein Urlaubsaufenthalt für zwei Personen im Ameron Neuschwanstein Alpsee Resort & Spa, Hohenschwangau; vier Übernachtungen im Comfort Doppelzimmer, mit Vollpension, Nutzung des 4 elements spa und Schwangau Card

2. Preis: ein Design-Ventilator "Otto bamboo" von Stadler Form

3. Preis: ein Tintenroller aus der Edition "Edelfeder" in schwarz

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