Neuland:Einsatz für alle

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Neuland: Bislang haben Luis Abler, Shana Bandari, Margarethe Burk, Muhat Bouayour, Charlotte Huber und Konstantinos Apostolos Karasavvidis Ausstellungen organisiert. Bald soll es eine wandernde Open-Mic-Session geben.

Bislang haben Luis Abler, Shana Bandari, Margarethe Burk, Muhat Bouayour, Charlotte Huber und Konstantinos Apostolos Karasavvidis Ausstellungen organisiert. Bald soll es eine wandernde Open-Mic-Session geben.

(Foto: Laurin Hirsch)

Das Kollektiv "Made4all" ermöglicht Kunstausstellungen, Elias Singer fordert mehr Solaranlagen - Nachrichten aus dem jungen München.

Von Sabrina Ahm und Agnes Striegan

In Räumen

München ist nicht unbedingt gnädig, wenn es um Kreative geht, die noch am Anfang stehen. Teure Atelierräume sowie ein strenges Auswahlverfahren bei Ausstellung und Straßenmusikern bilden oft eine große Hürde. Jetzt wollen sechs junge Münchnerinnen und Münchner der kreativen Szene neue Möglichkeiten bieten. Ein zentraler Punkt für sie: der Zugang für alle. "Ich glaube, jeder Kreative hat sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie das wäre, seine eigene Ausstellung zu haben, mal selbst zu performen. Und ich finde das schön, dass wir den Menschen das geben können und gleichzeitig mit ihnen einen schönen Abend haben", sagt Luis Abler, 20. Drei Veranstaltungen haben die Mitglieder des Kollektivs "Made4all" mithilfe von Institutionen wie der Färberei oder dem Kösk bereits auf die Beine gestellt, bei den meisten haben sie selbst auch als Künstler teilgenommen. Neben Raum für Kunst wollen sie auch Raum für Austausch bieten. "Mir ist immer wieder aufgefallen, wie viele Leute sich da jetzt schon getroffen haben und danach miteinander an ihrer Kunst arbeiten", sagt Charlotte Huber, 19.

Auf Dächern

Neuland: Zusammen mit Studierenden der LMU und der Hochschule München setzen sich Manuel Lerschmacher, Elias Singer und Clemens Zengler von der TU (von links) für mehr Photovoltaikanlagen auf Unidächern ein.

Zusammen mit Studierenden der LMU und der Hochschule München setzen sich Manuel Lerschmacher, Elias Singer und Clemens Zengler von der TU (von links) für mehr Photovoltaikanlagen auf Unidächern ein.

(Foto: privat)

Eigentlich, sagt Elias Singer, 21, müsste das alles viel schneller gehen. Wegkommen von fossilen Brennstoffen. Erneuerbare Energien nutzen. Verhindern, dass das 1,5-Grad-Ziel schon innerhalb der kommenden vier Jahre überschritten wird, wie es die Weltorganisation für Meteorologie inzwischen für wahrscheinlich hält. Deswegen hat der Wirtschaftsinformatikstudent vor gut einem halben Jahr den "Solarcampus Süddeutschland" gegründet, der sich für mehr Photovoltaikanlagen auf Unidächern einsetzt. "So etwas wie E-Autos macht nur Sinn, wenn es grünen Strom gibt. Außerdem gehen die Strompreise gerade durch die Decke. Da kann es nicht sein, dass Flächen ungenutzt bleiben", sagt er. Zumal unklar sei, warum der Freistaat viele seiner Dächer als für Photovoltaikanlagen ungeeignet deklariere. Mittlerweile hat Elias knapp ein Dutzend Mitstreiterinnen und Mitstreiter von TU, LMU und Hochschule München, außerdem besteht eine Kooperation mit einer ähnlichen Initiative aus Karlsruhe. Gemeinsam informieren sie die Hochschulpräsidien und Gebäudemanagements über verschiedene Optionen, recherchieren interessierte Firmen, telefonieren mit dem bayerischen Bauministerium und halten Kontakt zu den Ministerien für Wissenschaft und Kunst und für Wirtschaft, die zwar nicht direkt zuständig sind, die aber einflussreiche Kooperationspartner wären. Bei ihrem nächsten Treffen, erzählt Elias, möchte die TU dem Solarcampus Süddeutschland fix sagen, wo und wie sie plant, Photovoltaikanlagen zu installieren. Es müsste schneller gehen, aber kleine Erfolge gibt es. Immerhin.

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