Bundestagswahl:Diese Abgeordneten haben München bisher im Bundestag vertreten

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Wer sind die Politiker, die Münchens Wahlkreise im Bundestag zuletzt vertreten haben? Eine Kurzvorstellung in Steckbriefen

Von Pia Ratzesberger

Es sind meist die gleichen Gesichter, auf die sich in Berlin die Kameras richten und die dann abends in der Tagesschau zu sehen sind. Man kann das auf Veranstaltungen ganz gut beobachten. Diese Politiker sind dann kaum zu erkennen, von einem Pulk aus Pressesprechern, Journalisten und Tontechnikern abgeschirmt. Doch sieht man sich um, stehen da immer auch die anderen, deren Gesichter außerhalb ihres Wahlkreises vielleicht kaum einer kennt, deren Arbeit aber genauso bedeutend ist.

Im Bundestag sitzen 630 Abgeordnete, sie streiten sich im Plenarsaal, verhandeln in Ausschüssen, beschließen Gesetze und wählen den Kanzler. Zum Ende der Legislaturperiode schaut die SZ noch einmal auf die vergangenen vier Jahre zurück, auf die Abgeordneten der Münchner Wahlkreise. Da sind die Repräsentanten, Politiker wie Johannes Singhammer von der CSU, er ist Vizepräsident des Bundestags, oder auch Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender der Grünen. Streiten sich die Parteien um die Maut auf deutschen Autobahnen, um die Ehe für homosexuelle Paare, zeigen sich die Konfliktlinien anhand der Aussagen dieser Politiker aus der ersten Reihe. Den sichtbarsten Sprechern der Demokratie.

Da sind aber auch die Abgeordneten, die im Hintergrund den Betrieb im Bundestag am Laufen halten, wie Doris Wagner von den Grünen zum Beispiel, die im Verteidigungsausschuss an der Zukunft der Bundeswehr arbeitet, oder Wolfgang Stefinger von der CSU, der sich bemüht, dass die deutsche Wirtschaft im digitalen Wandel mithält (Abgeordnete, die nicht in einem Münchner Wahlkreis kandidierten wie Bernd Fabritius und Julia Obermeier, beide CSU, sind hier nicht mit aufgeführt). Immer wieder haben sich Beobachter über einen leeren Plenarsaal lustig gemacht, doch wenn die Politiker nicht in den Debatten sitzen, heißt das nicht, dass sie gerade nichts zu tun haben - sondern vielleicht gerade das Gegenteil.

Bei den Abstimmungen zumindest sind die Quoten recht gut, die meisten der Münchner Abgeordneten waren bei weit mehr als zwei Dritteln dabei. Hans-Peter Uhl und Johannes Singhammer von der CSU kandidieren nun nicht mehr; Peter Gauweiler, ebenfalls von der CSU, hatte sein Amt ohnehin schon während der Legislaturperiode niedergelegt. Er gehörte bis dahin zu den am besten verdienenden Politikern im Bundestag. Einkünfte über 1000 Euro im Monat beziehungsweise 10 000 Euro im Jahr müssen die nämlich angeben, in einer von zehn sogenannten Einkunftstufen - die meisten Politiker aus den Münchner Wahlkreisen aber haben keine solche Einnahmen. Und viele treten nun noch einmal an.

Quellen: abgeordnetenwatch.de, Befragungen der Politiker sowie deren Webseiten und Profile auf bundestag.de

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