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München:Hüter der Heiden

Die Stadt soll künftig mehr Gebietsbetreuer einsetzen

Seit 2012 streift einer durch die Nordhaide, seit 2018 gibt es ihn auch auf der Fröttmaninger Heide: Nun sollen auch andere, besonders sensible Zonen einen Gebietsbetreuer erhalten. Diesen Vorschlag machen die Stadtratsfraktionen von Grüne/Rosa Liste, SPD und Volt in einem Antrag an Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Gerade in der Corona-Epidemie zeige sich, dass die Münchnerinnen und Münchner ihre Naherholungsgebiete immer stärker nutzten, so dass der Erholungslenkung gegenwärtig und zukünftig eine besondere Bedeutung zukomme, heißt es. In Frage kämen etwa das geplante Landschaftsschutzgebiet Moosgrund in Bogenhausen, die Allacher Lohe, die Angerlohe und Freiham. Dafür wollen die Initiatoren im Haushalt 2021 zusätzliche Finanzmittel in Höhe von 200 000 Euro bereitstellen. "Da der Verlust der Artenvielfalt rapide vonstatten geht und damit viele Arten unwiederbringlich verloren gehen, gilt es so schnell wie möglich die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um diesem Verlust entgegenzuwirken", formulieren die Antragsteller.

Gebietsbetreuer sind Ansprechpartner an Ort und Stelle und werben für Umwelt- und Naturschutz. Sie bieten Führungen an, um Menschen zu sensibilisieren und die Wertschätzung von ökologisch vulnerablen Gebieten zu erhöhen. Sie beobachten die Entwicklung der Erholungsnutzung und greifen lenkend ein. Außerdem klären sie über den Zweck geltender Regelungen auf. So können bedrohte Arten wie zum Beispiel seltene Bodenbrüter mit konkreten Maßnahmen geschützt werden.

© SZ vom 27.11.2020 / tek
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