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Freiham:Vom Polizisten bis zum Pfleger

Bezahlbare Wohnungen für Staatsbedienstete entstehen derzeit im Freihamer Quartier. Simulation: Maier Neuberger Architekten

77 Staatsbediensteten-Apartments im Rohbau fertiggestellt

Von Ellen Draxel, Freiham

Die Stadibau GmbH, mit der Bayernheim und der Siedlungswerk Nürnberg GmbH eine der drei staatlichen Wohnungsbaugesellschaften in Bayern, investiert kräftig in Freiham. 213 Wohnungen für Finanz- und Justizbeamte, Polizistinnen und Polizisten, Lehrer, Krankenschwestern und Pfleger errichtet die Stadibau in den kommenden Jahren in dem neuen, derzeit stark wachsenden Stadtteil im Münchner Westen. In die Gebäude integriert werden sollen auch eine Kindertagesstätte mit 111 Betreuungsplätzen und zwei Gewerbe-Einheiten im Erdgeschoss. Mehr als 70 Millionen Euro an Kosten sind für das Bauvorhaben eingeplant, 5,4 Millionen Euro davon allein für die Kindertagesstätte. Das Projekt ist Teil eines ausgesprochen ambitionierten Neubauprogramms der Stadibau: Seit 2015 werden in und um München insgesamt mehr als 2000 Wohnungen realisiert.

In Freiham sind jetzt, gut ein halbes Jahr nach der Grundsteinlegung, die ersten 77 Wohnungen bereits im Rohbau fertig. Bauministerin Kerstin Schreyer (CSU) will sie an diesem Montag besichtigen. Besonders in München brauche man "mehr und vor allem bezahlbaren Wohnraum", sagt die Ministerin. Die Wohnungen mit ein bis fünf Zimmern der an der Ecke Roman-Herzog-Straße/Aubinger Allee situierten Wohnanlage richten sich deshalb sowohl an Singles als auch an Familien und sind allesamt barrierefrei. Ende 2021 sollen die ersten Wohnungen bezugsfertig sein, ein halbes Jahr später dann der Rest des Komplexes.

In der Höhe variieren die Gebäude zwischen drei und sieben Geschossen und zeichnen sich optisch durch eine Mischung aus rotem Putz und Klinkeranteil aus. Die Verfasser des Entwurfs, die Münchner Büros Maier Neuberger Architekten sowie Stautner + Schäf Landschaftsarchitekten und Stadtplaner, haben 2018 im Team mit einer weiteren Arbeitsgemeinschaft aus Architektur und Landschaftsplanung den Wettbewerb zu dem Projekt gewonnen.

© SZ vom 19.10.2020

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