München Ex-Wiesnchefin Weishäupl schlägt Umsatzpacht für Oktoberfestzelte vor

Gabriele Weishäupl im Schottenhammel-Zelt

(Foto: )

Die Wirte sollen so die gestiegenen Kosten für die Sicherheit übernehmen. Bei anderen Festen gibt es bereits eine solche Abgabe.

Von Franz Kotteder

Einen ungewöhnlichen Vorschlag machte Gabriele Weishäupl, ehemalige städtische Wiesnchefin, am Mittwoch zur Finanzierung der zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen auf dem Oktoberfest. Bei der Generalversammlung des Münchner Schaustellervereins, bei dem sie für ihre 20-jährige Mitgliedschaft geehrt wurde, schlug sie in ihrer Dankesrede vor, die höheren Kosten von rund 4,5 Millionen Euro durch eine Umsatzpacht für die 13 großen Zelte einzutreiben.

"Starke Schultern tragen mehr als schwache", sagte sie, "eine solche Umsatzpacht hatte ich in meiner Amtszeit bereits vorgeschlagen." Beim Christkindlmarkt habe sie sich durchsetzen können, nicht aber auf dem Oktoberfest, wo sie sich in den großen Zelten eine Abgabe von zwei bis zehn Prozent vorstellen kann. Dies sei von Stadtspitze und Referatsleitung aber immer abgelehnt worden.

Nun sieht sie eine neue Chance dafür, schließlich gebe es beim privaten Tollwood-Festival bereits eine Umsatzpacht von 30 Prozent. Noch gibt es keinen Beschluss, wie die Sicherheitsmaßnahmen finanziert werden sollen. Im Gespräch sind jedoch höhere Standgebühren und ein Aufschlag auf Tischreservierungen in den großen Zelten.

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