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Ludwigsvorstadt/Isarvorstadt:Weideninsel besser schützen

Anwohner fordert, fehlendes Verbotsschild zu erneuern

Wolfgang Scheel, evangelischer Pfarrer, Anwohner der Geyerstraße und Impulsgeber für den Schutz der Weideninsel, sorgt sich um deren Zustand. Gerade in den vergangenen heißen Wochen seien dort am frühen Abend Badende eingefallen, "eine Rieseninvasion", wie er sagt. Seit diesem Sommer gilt auf der Insel in der Isar auf Höhe der Pfarrkirche St. Maximilian ein Aufenthaltsverbot. Wolfgang Scheel ist aufgefallen, dass eines der beiden Schilder, die darauf hinweisen, abhanden gekommen ist. Der Bezirksausschuss Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt hat die Stadtverwaltung daraufhin einstimmig aufgefordert, das Schild - der Pfahl steht noch - möglichst schnell zu erneuern.

Anlass für die Sperrung war das im vergangenem Sommer ausufernde Partytreiben auf der Weideninsel. Nicht nur kleine Privatfeste, sondern auch Großveranstaltungen mit 200 oder 300 Menschen fanden dort statt. Auf der Insel wurde auch monatelang campiert, vom Ufer aus wurden Biertragl-Türme, Hängematten und Sportgeräte gesehen. Die Weideninsel ist noch jung. Sie entstand während der Renaturierung der Isar zwischen der Wittelsbacherbrücke und der Reichenbachbrücke und hat sich schnell zum Brut- und Rückzugsort für Vögel entwickelt.