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An der Neugestaltung des Romanplatzes entzündet sich Kritik

Gestalterisches Versagen

Zu "Exponierte Insellage" vom 30. Januar:

Mit großem Interesse habe ich Ihren Artikel über den neu gestalteten Romanplatz gelesen. Tatsächlich wurde uns Nymphenburgern eine Umgestaltung des Platzes in ein attraktives Ensemble von Grünanlagen, Geschäften und Infrastruktur versprochen. Daraus ist so gut wie nichts geworden. Ganz grundsätzlich ist es falsch, einen Platz durch mittige Fahrbahnen und Trambahngleise quasi in zwei Hälften zu schneiden. Damit findet das öffentliche Leben nur noch im Randbereich statt, zumal auf den Wartebereichen des Romanplatzes für die Busse und Tram der Aufenthalt nicht gerade sehr erbaulich ist. Auch am Stachus wurde schon einmal derselbe Fehler gemacht. Was ist passiert? Die mächtige MVG hat sich einen großartigen Zentralbahnhof gebaut. Damit wurde der Romanplatz zu einem Bahnhofsgelände degradiert, aber eben leider nicht mit den Qualitäten eines üblichen Bahnhofs als Treffpunkt von Menschen. Die MVG will ja diesen Platz auch als Ausgangspunkt eines Umsteigeplatzes für die unsinnige Tram-Westtangente verstanden sehen. Das gestalterische Versagen beim Umbau des Romanplatzes spiegelt aber auch die große Krise der Architekten wieder, die seit 1945 viel Eintöniges und Langweiliges geschaffen haben. Ich bitte die Architekten um Entschuldigung für diese etwas krasse Ausdrucksweise, aber ein Stück weit Wahrheit beinhaltet sie schon. Die Stelen im Wartebereich als spannend zu beschreiben, ist bezeichnend. Sie sind überdimensioniert und dominieren nun den gesamten Platz, was sicher nicht beabsichtigt worden ist.

Hans Jürgen Thieme, München

Monströser Galgenwald

Herzlichen Dank für die zutreffende Beschreibung des monströsen Galgenwalds am Romanplatz - man sitzt ohne Rückendeckung direkt an der Straße unter funktionslosen Galgen - dagegen waren die blauen Trambahnhäusl doch wahre Wohlfühloasen!

Monika Koch, München

Unvermeidliche Sackgasse

Zu "Abkürzung mit Hindernissen" vom 26. Januar: Im Februar 2020 habe ich zufällig den im Bau befindlichen Arnulfsteg entdeckt (als ich mit der S-Bahn drunter durchfuhr) und in der Folge ausgekundschaftet, wo er verläuft. Ich bin absolut bei der Verfasserin des Artikels, aber in einer Stadt, in welcher Autos die Priorität haben, ist es fast unvermeidlich, dass ein Fuß- und Radweg in eine Sackgasse führt oder man anschließend zumindest einen Umweg machen muss, um weiterzukommen. Seien wir von Herzen froh, dass es eine Brücke über den Hauptbahnhof gibt, der Fußgängern und Radfahrern vorbehalten ist. Sobald ich im Frühjahr die Radlsaison beginne, führt sicher einer meiner ersten Wege zum Arnulfsteg (vor Ort werde ich dann entscheiden, wie ich fahren werde).

Erich Würth, München

© SZ vom 22.02.2021
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