Verein für Familien Unterföhringer Eltern vernetzen sich

Kassierin Swantje Holler, Beisitzerin Theresia Romberg-Frede, Vorsitzende Tanja Gernet, Schriftführerin Julia Mey, zweite Vorsitzende Christelle Lindhauer und Beisitzer Peter Scholler (von links) bilden den Vorstand des Vereins.

(Foto: Privat)

Der neue Verein Familien-Haus will Mütter und Väter in allen Lebenslagen mit Kursen, Gruppen sowie Beratungsangeboten unterstützen. Dabei setzt er vor allem auf die Kooperation mit bestehenden Institutionen.

Von Sabine Wejsada, Unterföhring

Eine Plattform für Unterföhringer Familien schaffen will der neue Verein Familien-Haus. Zur Gründungsversammlung sind kürzlich knapp 40 Interessierte gekommen, um sich zunächst Zweck und Ziel der Einrichtung anzuhören, sich über die geplanten Angebote zu informieren und schließlich mit der Wahl des Vorstandes den Verein mit dem Motto "Vernetzen, wachsen, Freunde finden" auf den Weg zu bringen.

Seit gut zwei Jahren laufen die Vorbereitungen für die Gründung des Vereins, dem nun Tanja Gernet vorsteht. Unterstützt wird die 38-Jährige von Stellvertreterin Christelle Lindhauer, 41, Kassierin Swantje Haller, 37, Schriftführerin Julia Mey, 40, sowie den beiden Beisitzern Peter Scholler, 66, und Theresia Romberg-Frede, 45. Als Revisorinnen fungieren Daniela Bachmann und Adriana Yakobs. Die Wahl der Führungsriege ist einhellig vonstatten gegangen, wobei sich die Kandidatinen und der Kandidat bei der Abstimmung über ihren jeweiligen Posten enthalten haben.

Die Idee für den Verein stammt von Tanja Gernet. Als sie 2013 zusammen mit ihrem Mann und der damals zweijährigen Tochter nach Unterföhring gezogen ist, hätte sie sich ein "solch niederschwelliges Angebot" gewünscht, wie es der neue Verein nun plant. Die Veranstaltungen sollen Familien in ihren unterschiedlichsten Lebenssituationen unterstützen. "Wir bieten die Möglichkeit, sich zu vernetzen, Freundschaften zu knüpfen und darüber hinaus eine Zugehörigkeit zur Gemeinde Unterföhring zu empfinden", heißt es in einer Kurzbeschreibung der Vereinsziele.

Kurse, Vorträge und offene Gruppen

Der Verein Familien-Haus möchte Kurse anbieten, etwa zur Geburtsvorbereitung oder Rückbildung, Vorträge und offene Gruppen organisieren, Beratungen planen und Ehrenamtliche vernetzen. Man wolle den Bogen spannen zwischen jungen werdenden Eltern bis hin zu Familien, deren Kinder das Teenageralter hinter sich haben. Man sehe sich als Informationsplattform, die bereits existierende Angebote in Unterföhring sammelt und plant, um diese für alle Familien im Ort sichtbar zu machen. Keinesfalls wolle man als Konkurrenz für bestehende Programme gesehen werde, sagt Gernet. Auch eigene Räume sind, anders als der Name vielleicht vermuten lässt, zumindest vorerst nicht geplant.

Um einen Kurs oder eine Gruppe zu besuchen, muss man nicht Mitglied im Verein sein; die Angebote stehen allen offen. Kostenpflichtige Veranstaltungen werden direkt bei den Kursleitern oder Referenten bezahlt, die im besten Fall allesamt aus Unterföhring kommen sollten und denen Familien-Haus eine sogenannte Anbieterpauschale in Rechnung stellt - für die Bereitstellung wie Werbung und Raumsuche. Der erste Kurs läuft übrigens schon im Feringahaus: Rückbildungsgymnastik mit der Hebamme Theresia Romberg-Frede. Weitere folgen, wie etwa ein Stilltreff, ein Nachmittag mit der Märchenoma Uhthoff am Mittwoch, 26. Juni, um 15 Uhr in der Unterföhringer Gemeindebibliothek und Kurse, die auf dem Konzept des Prager Eltern-Kind-Programms (Pekip) basieren, einer Gruppenarbeit mit Eltern und ihren Kindern im ersten Lebensjahr zur Frühförderung der Babys sowie zum Erfahrungsaustausch der Eltern. Diese wird Vicky Athanasia leiten. Als Kooperationspartner wünscht sich das Familien-Haus zum Beispiel die Bibliothek und das Rathaus. Auch der Schwimmverein hat nach den Worten von Gernet Interesse signalisiert, Babykurse abzuhalten.

Finanzieren will sich der Verein erst einmal über Mitgliedereinnahmen: Der Jahresbeitrag für Familien kostet 40 Euro, wer mag, kann mehr bezahlen, wie die Vorsitzende sagt. Für juristische Personen, also zum Beispiel die Gemeinde Unterföhring, deren Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU) am Mittwochabend zu den Gründern gehörte, oder Firmen und Unternehmen werden 100 Euro berechnet.

Darauf hat sich die Mitgliederversammlung geeinigt. Sponsoren werden ebenfalls gesucht. Der Verein startet auf rein ehrenamtlicher Basis. Auf der Homepage "www.familienhaus-unterfoehring.org" werden alle Angebote gelistet. Dort können sich Interessenten anmelden. Die Seite soll in den nächsten Tagen online gehen.