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SPD-Antrag:Ein Manager nur für den Verkehr

Die Gemeinde Unterföhring will das Thema Mobilität stärken

Von Sabine Wejsada, Unterföhring

Eine mögliche neue Radlerbrücke über die Isar, die Bewerbung für eine Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK), Pläne für eine Seilbahn oder die Verlängerung der Tram nach Unterföhring: In der Gemeinde stehen zahlreiche Projekte auf der Agenda, die sich mit dem Verkehr beschäftigen. Um all diese Vorhaben gut zu bündeln, wird es im Rathaus schon bald einen Mobilitätsmanager geben, der voraussichtlich dem Bauamt zugeordnet werden soll. Einen entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig gebilligt.

Philipp Schwarz, Sprecher der Sozialdemokraten im Gremium, zeigte sich erfreut darüber, dass "wir uns alle über die Fraktionen hinweg Gedanken zum Verkehr machen". Weil das Thema Mobilität derart vielfältig sei, müsse sich jemand allein darum kümmern. Die künftige Managerin oder der Manager soll sich darüber hinaus um Aspekte kümmern, die rund um Unterföhring eine Rolle spielen, wie etwa die weitere Stadtentwicklung im Münchner Nordosten, Forderungen der Taktverdichtung für die S 8 und die Planungen einer Seilbahn vom Frankfurter Ring bis ins Gewerbegebiet der Gemeinde. Wichtig ist der SPD zudem, dass neben der Fahrradthematik im Aufgabenspektrum auch Elektromobilität, Parkraumbewirtschaftung, ÖPNV-Ausbau, Barrierefreiheit und der Individualverkehr Beachtung finden.

Wie Schwarz dem Gremium berichtete, hatte die SPD-Fraktion Feedback bei den Nachbarn in Ismaning, Kirchheim und Unterschleißheim eingeholt, die bereits Mitglieder der AGFK sind. In den Gesprächen habe sich bestätigt, dass allein schon durch den Beitritt zur Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen ein nicht unwesentliches Arbeitspensum pro Woche anfalle. Deshalb sei man auf die Idee gekommen, einen Mobilitätsmanager nach dem Vorbild der Stadt Unterschleißheim für Unterföhring zu beantragen. Auf diese Weise könne ein gesamtheitlicher und weiter zukunftsorientierten Ansatz in Sachen Mobilität verfolgt werden.

Der Gemeinderat beauftragte das Rathaus damit, das Aufgabenfeld für die Stelle zu konkretisieren und sie auszuschreiben. Dem Gremium ist bewusst, dass es sich bei dem Job um einen höher dotierten Posten handeln wird.

© SZ vom 19.04.2021
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