Asylunterkünfte:Geflüchtete ziehen ins Hotel Aigner

Asylunterkünfte: Das ehemalige Hotel Aigner wird zur Flüchtlingsunterkunft.

Das ehemalige Hotel Aigner wird zur Flüchtlingsunterkunft.

(Foto: Claus Schunk)

Das Haus an der Rosenheimer Landstraße in Ottobrunn steht seit Herbst leer. Nun nutzt es der Landkreis München für die Unterbringung von bis zu Menschen.

Von Martin Mühlfenzl, Ottobrunn

In der Gemeinde Ottobrunn entsteht eine weitere große Unterkunft für Geflüchtete. Von März an werden nach Angaben des Landratsamtes bis zu 146 Menschen unterschiedlicher Nationalitäten im Hotel Aigner an der Rosenheimer Landstraße einziehen, das im Herbst vergangenen Jahres den Betrieb eingestellt hat. Landrat Christoph Göbel (CSU) spricht angesichts der kurzfristigen Verfügbarkeit des Hauses von einer "glücklichen Fügung". Denn noch immer erreichen den Landkreis München derzeit alle zwei Wochen etwa 50 Geflüchtete, für deren Unterbringung der Landkreis verantwortlich ist.

Ottobrunn hat dem Landkreis München zudem in Aussicht gestellt, auf dem sogenannten Johanniter-Grundstück, das gegenüber dem Hotel Aigner liegt, eine weitere Unterkunft errichten zu können. Dieses Areal befindet sich in Besitz der Gemeinde. Landrat Göbel dankt der Gemeinde und ihrem Bürgermeister Thomas Loderer (CSU), stellt aber auch klar, dass der Landkreis München darüber hinaus weiter auf "die Unterstützung der kreisangehörigen Kommunen" angewiesen sei. Es dürfe nicht in den Bemühungen nachgelassen werden, neuen Wohnraum und geeignete Grundstücke für die Unterbringung zu akquirieren.

Im Hotel Aigner werden die Geflüchteten in Doppel- und Mehrbettzimmern untergebracht, die alle mit einem eigenen Bad ausgestattet sind. Die Mehrbettzimmer verfügen zudem über kleine Singleküchen. Belegt werden die Zimmer sowohl mit Familien als auch Einzelpersonen, die Asyl beantragt haben. Es gibt einen Frühstücks- und Aufenthaltsraum und im Keller einen Wasch- und Trockenraum. Im Erdgeschoss wird ein Büro für die Flüchtlings- und Integrationsberatung eingerichtet. Die Betreuung der Geflüchteten übernimmt die Caritas.

Bürgermeister Loderer wird in der Pressemitteilung des Landratsamtes mit den Worten zitiert, für die Gemeinde Ottobrunn sei es selbstverständlich den Landkreis bei der "schwierigen Aufgabe der menschenwürdigen Unterbringung von Geflüchteten nach Kräften zu unterstützen".

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