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Oberhaching:Blick von außen

Axel Schmidt, 51, ist vor zwei Jahren aus dem Ausland nach Oberhaching zurückgekehrt und hat den Ortsverband wieder aufgebaut. Jetzt will er selbst als Bürgermeisterkandidat antreten.

(Foto: Privat)

FDP-Bezirksvorsitzender Axel Schmidt will Bürgermeister in Oberhaching werden

Bei der vergangenen Kommunalwahl war die FDP in Oberhaching gar nicht erst angetreten. Ihr fehlten damals die Mitglieder für eine Kandidatur. Diesmal sieht das etwas anders aus. Als Axel Schmidt vor zwei Jahren nach knapp zwei Jahrzehnten aus dem Ausland in die Gemeinde im Hachinger Tal zurückkehrte, machte er sich daran, den Ortsverband wieder aufzubauen. Inzwischen ist er Bezirksvorsitzender und will Bürgermeister werden. Der Vorstand der Oberhachinger FDP hat sich in einer internen Klausur einstimmig dafür ausgesprochen, den 51-Jährigen bei der Aufstellungsversammlung im September zu nominieren.

Zwar gibt die Partei zu, dass vieles in Oberhaching gut laufe, doch begründet Schmidt seine Kandidatur auch damit, "dass sein Blick von außen und seine Erfahrung in der Wirtschaft neue Akzente in der Gemeinde setzen" würden. Schmidt arbeitet als Chief Digital Officer bei einem Münchner Konzern.

Er findet, die Gemeinde könne sich nicht nach dem Sankt-Florians-Prinzip abschotten, sondern solle weiterhin moderat wachsen. Potenzial sieht er vor allem im Norden von Oberhaching am S-Bahnhof Furth und um die Autobahnanschlussstelle. Auch müsse sich Bauen deutlich vereinfachen, argumentiert er. Oberhaching habe die restriktivste Bausatzung Bayerns. "Ein bisschen mehr Kreativität kann man erreichen, auch ohne den oberländlichen Charakter der Gemeinde zu zerstören", findet Schmidt. Er wolle zudem die Millionen-Verschuldung der Gemeinde durch Geothermie und Glasfaser hinterfragen, so der FDP-Politiker.

Der Ortsvorsitzende Stefan Westermayer kündigte Gespräche mit anderen Parteien in Oberhaching an: "Wir wissen, was wir wollen, und werden in den nächsten Monaten nach Verbündeten für unsere Themen suchen", teilt er mit.