Meine Woche:Nachhaltig stöbern

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Meine Woche: Gaby Vollmer aus Neubiberg gefällt an Flohmärken, dass Dinge wiederverwendet werden.

Gaby Vollmer aus Neubiberg gefällt an Flohmärken, dass Dinge wiederverwendet werden.

(Foto: privat)

Gaby Vollmer von "Neubiberg for Future" organisiert zum zweiten Mal die Hof- und Garagenflohmärkte in ihrer Heimatgemeinde mit.

Von Daniela Bode, Neubiberg

Garagen, Höfe und Vorgärten in Neubiberg und dem Gemeindeteil Unterbiberg werden sich bald in einen großen Flohmarkt verwandeln. Mittendrin wird auch Gaby Vollmer zu finden sein. Sie ist Mitglied des Arbeitskreises "Tauschen, Teilen und Fairtrade" der Ideenwerkstatt "Neubiberg for Future", der die Veranstaltung am Samstag, 25. Juni, gemeinsam mit dem Kulturamt der Gemeinde organisiert. "Es läuft alles", sagt die 55-jährige Neubibergerin ein paar Tage zuvor recht zuversichtlich.

Voriges Jahr fanden die Garagen- und Hofflohmärkte in der Gemeinde zum ersten Mal statt. Es war das zweite Projekt des Arbeitskreises, der zuvor ein Foodsharing-Regal im Edeka-Markt am Bahnhof ins Leben gerufen hatte. Wie auch dort geht es Vollmer und ihren Mitstreiterinnen bei den Flohmärkten um den Gedanken der Nachhaltigkeit. "Mir gefällt es, dass man Dinge weitergibt, jemand sie für wenig Geld wiederverwendet und sie nicht in der Restmülltonne landen", sagt die Neubibergerin, die beruflich im Sprachenzentrum der Ludwig-Maximilians-Universität in München tätig ist. Zudem sagt es ihr zu, sich an den Ständen zu unterhalten und Gleichgesinnte zu treffen.

Über das gesamte Gemeindegebiet verteilt werden Privatleute an Ständen von 10 bis 16 Uhr alle möglichen Dinge feilbieten. Von Spielsachen über Kleidung bis hin zu Tonträgern wie Schallplatten und Geschirr wird wohl jeder seinen eigenen Schatz finden können. Im vergangenen Jahr war ein Haushalt komplett aufgelöst und alle Gegenstände verkauft worden. Vollmers Sohn erstand dort eine Brotzeitdose aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Die 55-Jährige selbst wird am Infostand von "Neubiberg for Future" am Maibaumparkplatz beim Rathaus zu finden sein. Wenn ihre Schicht um ist, will auch sie sich ein wenig an den Ständen umsehen und nach ein paar schönen Weißbiergläser für ihren Mann suchen.

Wer selbst einen Stand anmelden möchte, kann das auf der Internetseite www.neubiberg-for-future.de tun. Die Anmeldegebühr beträgt acht Euro. Vollmer geht in diesem Jahr von etwa hundert teilnehmenden Haushalten aus. Wer sich am Tag der Veranstaltung einen Überblick verschaffen will, wo überall Stände sind, kann das über eine Online-Karte von "Neubiberg for Future" tun. Wie im vergangenen Jahr will "Neubiberg for Future" sämtliche Einnahmen für ökologische Projekte verwenden, die den Bürgern zugute kommen.

Voriges Jahr, so hat Vollmer den Eindruck, wollten die Teilnehmer vor allem Sachen verkaufen, weil ja wegen der Pandemie zwei Jahre keine Flohmärkte stattfinden konnten. "Dieses Jahr hoffen wir auf viele Käufer", sagt die Neubibergerin. Zusätzlich zu den Ständen in Höfen und Garagen werden am Maibaumparkplatz in Neubiberg Kinder auf ausgebreiteten Decken anderen Kindern ihre Waren anbieten können. In Unterbiberg kümmert sich die Pfarrei St. Georg auf dem Marktplatz um Verpflegung und betreut ebenfalls einen Flohmarkt von Kindern für Kinder. Zudem findet am Maibaumparkplatz parallel zum Flohmarkt von 11 bis 17 Uhr ein Familienfest mit der Blaskapelle Harmonie Neubiberg statt.

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